Nürnberg: Selbstständigkeit kommt für viele nicht infrage

Nürnberg : Selbstständigkeit kommt für viele nicht infrage

Für die meisten Deutschen kommt es nicht infrage, sich selbstständig zu machen.

Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung in Nürnberg ergeben. Demnach kann sich nur jeder Sechste (17 Prozent) vorstellen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Drei Viertel (75 Prozent) stehen dem skeptisch gegenüber: „Nein, eher nicht” geben 25 Prozent an, und weitere 50 Prozent sagen sogar „Nein, ganz sicher nicht”. 6 Prozent der Befragten waren bereits ihr eigener Chef. An der Umfrage im Auftrag der Firma Amway haben rund 2000 Frauen und Männer ab 14 Jahren in Deutschland teilgenommen.

Ein Großteil der Deutschen (70 Prozent) hält es demnach für riskant, sich selbstständig zu machen. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) glaubt außerdem, dass dieser Schritt kompliziert umzusetzen ist. Und nur ein knappes Drittel (31 Prozent) findet, dass die Arbeit als Selbstständiger attraktiv ist.

Die größte Hürde für eine Existenzgründung ist der Umfrage zufolge fehlendes Startkapital: 85 Prozent der Befragten sagen das. Danach folgen mangelnde Wirtschaftskenntnisse (73 Prozent) und geringe Risikobereitschaft (71 Prozent).

Jüngere sind nach den Angaben eher bereit, sich selbstständig zu machen: Knapp jeder Dritte im Alter von 14 bis 29 Jahren (31 Prozent) zieht das grundsätzlich in Erwägung. Insgesamt können sich zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) eine Selbstständigkeit am ehesten als Nebenerwerb vorstellen. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) würde sie - wenn überhaupt - sofort als Haupterwerb in Betracht ziehen.