Erkelenz: Seit 25 Jahren Arbeit für die Gesundheit

Erkelenz : Seit 25 Jahren Arbeit für die Gesundheit

Der Verein habe im Dreiländereck eine große Bedeutung, meinte der Gründer des Erkelenzer Kneipp-Vereins, Theo Kiel, bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Hermann-Josef-Altenheim.

Immerhin seien die Mitgliederzahlen mit 110 die höchsten in diesem Einzugsgebiet und auch, was die Arbeit angehe, bräuchten sich die Erkelenzer Kneippianer nicht zu verstecken.

Angefangen habe die Kneipp-Bewegung im Erkelenzer Lande aber nicht erst vor 25 Jahren. Im Prinzip sei der „Grundstock” für den Verein schon viel früher gelegt worden. Er selbst sei schon als Kind mit Sebastian Kneipp bekannt gemacht worden. „ Schon damals war ich fasziniert von ihm”, bekannte Kiel in seiner Festrede.

Im Jahre 1968 sei er für das Amt des Rektors an der Hauptschule nach Erkelenz gekommen. „In dieser Zeit bin ich in Gesprächen oft auf Kneipp gekommen, und bin auch oft gefragt worden, wie ich seine Lehre finde.” 1979 kam die Anfrage vom Landesverband, „wie es denn mit einem Kneipp-Verein in Erkelenz aussehe”.

Im Oktober des selben Jahres war es dann soweit: Mit sieben Mitgründern wurde der Kneipp-Verein damals in der Oerather Mühle aus der Taufe gehoben. In all den Jahren des Vereinslebens, sei der Gemeinschaftsgeist immer sehr stark gewesen: „Jeder war immer für jeden da, dass fand und finde ich großartig”, betonte Kiel.

25 Jahre Kneipp-Verein Erkelenz bedeuten ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Arbeit für eine gesunde Lebensweise und für die Nutzung jener Heilmöglichkeiten, „die in der Natur wie in uns selbst liegen”, fand ebenso wie Kiel die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn in ihrem Grußwort.

Pfarrer Kneipp, der Begründer dieser Gesundheitslehre, habe das Grundprinzip seiner Überlegungen wie folgt formuliert: „Der Mensch soll seinen Geist gebrauchen, um die Schätze zu finden und zu heben, welche in die Natur hineingelegt sind als Heilmittel für die vielfachen Übel des Lebens.”

Nach ihrem Verständnis ging es Pfarrer Kneipp um mehr als nur um den Körper. Vielmehr habe er sich im ganzheitlichen Sinne um eine neue Geisteshaltung bemüht, so Christel Honold-Ziegahn. Worte denen sich Kiel nur anschließen konnte. Kneipp habe gewusst, dass alles, „was wir für unseren Körper tun, nicht gelingen kann, wenn es nur im Sinne einer funktionellen Übung verstanden wird.”

Erforderlich sei vielmehr ein ganzheitliches Verständnis, für das unverzichtbar ist, zu wissen, was wir uns selbst und anderen Menschen bedeuten. Die Medizin könne nicht alles das ausgleichen, was Menschen an gesundheitlichen Belastungen ertragen müssen und was sie sich an eigenem gesundheitlichen Fehlverhalten leisten.

„Viele begreifen das Gesundheitssystem immer noch als eine Reparaturwerkstatt, die für beinahe jede Störung möglichst rasch Ersatzteile bereitzuhalten hat.” Gesundheit sei aber keine beliebig kaufbare Ware. „Sie ist das kostbarste Gut, das wir Menschen besitzen.”

Die Kneippsche Methode gehe über ein punktuelles Behandeln hinaus und ziele auf eine umfassende gesunde Lebensweise, so die stellvertretende Bürgermeisterin. Die Methode sei nicht nur aktuelle medizinische Behandlung, sondern vor allem auch Prävention und lote erst einmal den Erfolg natürlicher Heilverfahren aus, bevor zu stärkeren Mitteln gegriffen wird.

„An diese Gedanken des Gründers der Kneipp-Bewegung lohnt es sich anlässlich Ihres Jubiläums zu erinnern - vielleicht sind sie für unsere Zeit sogar wichtiger denn je geworden”, meinte sie. Und auch Kiel betonte, dass die Kneippsche Lehre heutzutage nicht hoch genug eingestuft werden könnte.