Kreis Düren: Sehr viel Regen und nur sehr wenig Sonne im August

Kreis Düren : Sehr viel Regen und nur sehr wenig Sonne im August

„Zu nass und zu wolkig für einen Sommermonat bei durchschnittlichen Temperaturen“, so könnte man den August umschreiben. Anhaltende Hitze oder Trockenheit fehlten ganz.

Nur im Flachland gab es einen einzigen Hitzetag mit mehr als 30 Grad (das langjährige Mittel weist in Düren vier solcher Tage auf). Schauen wir auf die aussagekräftigen Monatsmitteltemperaturen so zeigen sich nur leichte positive Abweichungen zum Mittelwert von 1981 bis 2010: Nideggen-Schmidt 17,1 Grad (Abweichung +0,7 Grad), Jülich 17,7 Grad (Abweichung +0,1 Grad), Düren und Vettweiß 18,1 Grad (Abweichung +0,1Grad).

Ursache für den schlappen August waren häufige Tiefdruckgebiete mit Regen und kühler Meeresluft. Sommertage über 25 Grad blieben die Ausnahme. Rund um Düren wurden nur acht bis neun Sommertage notiert (Mittelwert 13). Der Kermeter schaffte sieben Sommertage und Vossenack vier.

Wie im gesamten Rheinland, so war auch im Kreis Düren die Sonnenscheindauer niedrig. Der wechselhafte Gesamteindruck lässt sich hier in Zahlen (Sonnenstunden) erfassen und weist zum Teil erhebliche Defizite auf: Aldenhoven 200 Stunden, Kreuzau-Drove 188 Stundenm Zülpich/Vettweiß 183 Stunden (mtl. 192), Düren 172 Stunden (mtl. 182), Jülich 169 Stunden (mtl. 195), Nörvenich 167 Stunden (mtl. 204), Schmidt 158 Stunden (mtl. 188), Heimbach 152 Stunden.

Regionale Unterschiede

Seltener Sonnenschein aber häufige Regenschauer, das ist eine Kombination die in den Sommerferien nicht gerade für Freudensprünge sorgt. Erst einen Tag vor dem Schulstart wurde die 30-Grad- Marke zum ersten Mal im August überschritten. Die Höchstwerte im Kreisgebiet schwankten am 29. August je nach Höhenlage um bis zu vier Grad: Vossenack 28,9 Grad, Schmidt 29,8 Grad, Wilder Pfad Kermeter 30,2 Grad, Hergarten 30,5 Grad, Nörvenich 30,8 Grad, Düren 31,8 Grad sowie Jülich und Vettweiß 32,2 Grad.

Die Niederschlagssummen lagen deutlich über den Mittelwerten, regional waren die Unterschiede durch Gewitter sehr groß. Massive Unwetterschäden blieben aber in diesem Jahr weit genug vom Kreisgebiet entfernt. Große Tagessummen von mehr als 20 Liter pro Quadratmeter (l/m2) waren selten. Hier einige Regensummen des Monats (Abweichung 40 bis 70 Prozent über den Mittelwerten): Kermeter 56 l/m2, Düren-Hoven 59 l/m2, Hambach 60 l/m2, Linnich-Gevenich 64 l/m2, Aldenhoven 67 l/m2, Nörvenich und Vettweiß 72 l/m2, Jülich und Schmidt 75 l/m2, Drove 80 l/m2, Zülpich 83 l/m2, Heimbach 87 l/m2, Düren 88 l/m2, Brandenberg 90 l/m2, Hergarten 95 l/m2 und Vossenack 100 l/m2.

Auch der September scheint nach kurzer Erwärmung nicht das zu liefern, was wir von ihm erwarten. Die 16 Tage Vorhersage zeigt bis zum 20. September viel Regen, Sturm und kaum noch einmal Temperaturen von 20 Grad.