Erkelenz-Keyenberg: Schwimmen bereitet Schülern Probleme

Erkelenz-Keyenberg : Schwimmen bereitet Schülern Probleme

Kaum jemand kann sich so sehr über eine Urkunde und ein Abzeichen freuen, wie es Kinder zu tun vermögen.

Überall waren leuchtende Augen und strahlende Gesichter zu sehen in der Gemeinschaftsgrundschule in Keyenberg. Die Kinder warteten sehnsüchtig auf das begehrte Sportabzeichen, für das sie sich in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt hatten. Von 237 Schülern haben immerhin 62 die Anforderungen für das Sportabzeichen erfolgreich geschaft, meinte Hiltrud Wilbertz, Lehrerin an der Keyenberger Grunschule und quasi die Sportbeauftragte.

Die Schüler, die die Prüfung nicht geschafft haben, sind zum Großteil am Schwimmpart gescheitert. Schwimmen ist nämlich ein Problem für die Keyenberger Grundschule. Zwar können die Klassen 2 bis 4 an den Test für das Sportabzeichen teilnehmen.

Doch gibt es Schwimmunterricht erst ab der dritten Klasse, da die Schüler von Keyenberg zum Hallenbad nach Erkelenz gebracht werden müssen. Hier und da würden die Zweitklässler zwar auch schon an den Schwimmunterricht herangeführt, doch im großen und ganzen gibt es pro Woche nur eine Stunde Schwimmen für die Drittklässler und zwei für die Viertklässler.

Auf das 50 Meter-Schwimmen für das Sportabzeichen könnten sich die Schüler daher kaum vorbereiten, so Lehrerin Hiltrud Wilbertz über das regelmäßige Schulangebot, das Sportabzeichen zu machen.

Schwimmen sei generell ein Problem, weiß auch Albert Eßer, der den Schülern das Sportabzeichen aushändigte. „Keiner möchte mehr ins kalte Wasser”, fasste er aus seiner langjährigen Erfahrung zusammen.

Erfreut ist Albert Eßer darüber, dass sich die Erfolgsrate der Teilnehmer in letzten drei Jahren verbessert habe. Waren es 2002 noch 47, die das Sportabzeichen schafften, waren es 2003 bereits 53, dieses Jahr sind es schon 62. Bereits seit 1969 ist Albert Eßer verantwortlich für das Sportabzeichen. Seit drei Jahren sucht er nun schon einen Mitarbeiter.

Eine gute Voraussetzung für dieses Amt wäre der Übungsleiterschein in Leichtathletik. Auf dieses Schulangebot würde im Sport großen Wert gelegt, und auch die Schüler seien von diesem Angebot begeistert. Die Urkunde und das Sportabzeichen seien eine gute Motivation für die Schüler, die an der Schule gleich drei Mal die Chance haben das Sportabzeichen zu machen. „Die Schüler können hier das Abzeichen in Bronze, Silber und Gold erlangen.”

Dies sei aber auch Bestandteil des Unterrichts, verrät die Lehrerin weiter, die von ihrem Kollegen Heinz Laumanns, der den Schwimmpart übernimmt, tatkräftig unterstützt wird. „Wir nehmen mit der Schule auch an vielen Sportveranstaltungen der Stadt oder etwa dem Cross Cup teil.”