Erkelenz: Schüler verzaubern mit viel Leidenschaft

Erkelenz : Schüler verzaubern mit viel Leidenschaft

Dunkel war das Atrium des Cusanus-Gymnasiums, und auch das Bühnenbild war im Wesentlichen schwarz.

Nur der Mond leuchtete hell bei der Aufführung „Die Prinzessin und der Mond” der Unterstufen-Theater-AG nach dem Märchen von James Thurber. Aber nicht nur dunkel war es, sondern auch mucksmäuschenstill im voll besetzten Atrium.

as Publikum schaute gebannt auf das Treiben auf der Bühne und zollte der hervorragenden Leistung der vielen Akteure nicht nur am Ende des Stücks viel Beifall.

Die Unterstufen-Theater-AG erzählte voll Eifer und leidenschaftlichem Engagement das Märchen von Prinzessin Lenore (eine überzeugende Ronja Thiel) und dem Mond: Eines Tages wurde die Prinzessin krank.

Ihr Vater, der König (toll gespielt von Larissa Hermanns und Lara Bister) war darüber sehr betrübt. Er versprach seiner Tochter, alles zu tun, damit sie wieder gesund würde. So äußerte Lenore ihren sehnlichsten Wunsch: „Den Mond, den Mond will ich haben.”

Der König, der über den Wunsch seiner Tochter sehr erstaunt war, setzte darauf hin seinen ganzen Hofstaat in Bewegung, um den Mond zu besorgen. Die Vertraute des Königs, die spanische Hofdame (Tatjana Kazimirski), riet ihm, den Oberhofmarschall ((Fiona Rosner) zu befragen.

Doch leider wusste auch dieser nicht, wie der Mond herbeigeschafft werden könnte. Auch die Zauberin (Annika Wille) und der herrschaftliche Mathematiker (Madita Broden) hatten keinen Lösungsvorschlag. Somit erreichte die Stimmung am Hof ihren Tiefpunkt erreicht.

Alle, vor allem der König und die Königin (Sophie Steinwartz) waren sehr traurig, bis der Hofnarr (großartig gespielt von Yvonne Waszick) die zündende Idee hatte.

Er befragte Prinzessin Lenore, wie sie sich den Mond vorstellte. „Der Mond ist nicht ganz so groß wie mein Daumennagel”, sagte sie. „Er ist aus Gold und hängt in den höchsten Zweigen des Baumes, der vor meinem Fenster steht.”

Das war die Lösung. Schnell wurde ein Mond aus Gold angefertigt und der Prinzessin an einem Kettchen übergeben. Daraufhin wurde sie sofort gesund.

Der König war aber immer noch besorgt, glaubte er doch, dass Lenore erneut krank werden würde, wenn sie am Abend den Mond wieder am Himmel sähe.

Es kam wie es kommen musste. Der Mond ging auf und Prinzessin Lenore sah ihn sofort. Der Hofnarr bemerkte erstaunt, dass sie weder krank noch traurig war.

Als er sie nach ihren Gedanken fragte, antwortete Prinzessin Lenore fröhlich: „Was bist du doch für ein rechter Narr! Du stellst dumme Fragen. Wenn ich einen Zahn verliere, wächst ein neuer nach. Und wenn der Gärtner im Garten Blumen schneidet, blühen andere Blumen wieder auf. Und mit dem Tageslicht und dem Mond ist es die selbe Geschichte. Ich denke, das ist mit allen Dingen der Welt die selbe Geschichte.”