Schornsteinfeger: Helfer bei Sorgen und Nöten

Schornsteinfeger: Helfer bei Sorgen und Nöten

Kreis Heinsberg. Elf Absolventen des Zertifikatslehrgangs „Neue Wege im Ehrenamt” konnten jetzt ihre Zertifikate entgegennehmen.

Die Männer und Frauen hatten an einer Kooperationsveranstaltung des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg und des Katholischen Forums für Erwachsenen- und Familienbildung der Region Heinsberg teilgenommen.

Nun stellten sie in der Begegnungsstätte Heinsberg ihre Projekte vor.

Ziel des Zertifikatslehrgangs „Neue Wege im Ehrenamt” war es, die Teilnehmer zum sozialen Handeln und zur Projektarbeit anzuregen und sie zu befähigen, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im sozialen Tun zu fördern und zu stärken.

Zugleich sollte dazu das Know-how vermittelt werden, um unter fachkundiger Anleitung und Reflektion eine Projektidee zu entwickeln und umzusetzen.

Neun neue Wege

Neun Projekte sind so entstanden: der „Kids-Club”, ein „Treff für Frauen um das 6. Lebensjahrzent mit Verlusterfahrungen”, „Auszeit”, „Bücherwurm”, „Glücksbringer”, „Mit Bewegung und Entspannung in eine neue Lebensphase”, „Mofa-Werkstatt”, „Dasein für Schwerkranke und Sterbende” sowie der „Jugendtreff nach 6”.

Beispielhaft wurde das Projekt eines Schornsteinfegers („Glücksbringer”) herausgegriffen.

Da er in fast jedes Haus kommt und oft von Kümmernissen und Problemen hört, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die betroffenen Personen mit dem richtigen Ansprechpartner zusammenzubringen.

Er gibt Tipps, wo und wen man mit der speziellen Sorge aufsuchen kann. Er versteht sich als Vermittler und hat so den neuen Weg im Ehrenamt gewählt.

„Unverzichtbar”

Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windelen (Caritasverband) hob bei der Projektpräsentation hervor: „Ehrenamtlich engagierte Menschen sind aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.

In allen Bereichen, ob Politik, Sport, Kirche oder Kultur leisten sie unverzichtbare Arbeit. Um auch weiterhin die Tragfähigkeit des sozialen Netzwerkes zu sichern, ist die Unterstützung des ehrenamtlichen Handelns im Lebensraum zur Mitgestaltung des Gemeinwesens eine äußerst wichtige Aufgabe.

Neben Bereitschaft und Zeit braucht dieses Engagement konkretes Wissen über Hintergründe und Veränderungsmöglichkeiten.

Genau hier setzte der Lehrgang „Neue Wege im Ehrenamt” an. Er wollte Menschen ermutigen, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einzubringen, neue Ideen zu entwickeln, Eigenverantwortung zu übernehmen, couragiert neue Initiativen und Projekte zu entwickeln und zu leiten.”

Ingo Rümke (VHS) meinte, dass die Absolventen nun gut als Multiplikatoren wirken könnten und ein Beispiel auch für andere Landkreise geben könnten. Er betonte, dass dies sehr professionell vor sich gegangen sei.

Der Lehrgang hat mit 15 Teilnehmern begonnen, und nach elf Unterrichtsstunden gab es nun als Schlusspunkt die Zertifikatsverleihung.

Birgit Heisterkamp (Katholisches Forum) lobte die verschiedenen Projekte. Sie war sehr angetan von der Vielfalt und dem Ideenreichtum sowie vom sozialen Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Hermann-Josef Ronkartz, Caritasverband, meinte abschließend, wenn er die Veranstaltung sehe, seien bei diesem Lehrgang neue Wege gefunden worden, von denen er sich wünsche, dass sie zu einer gut befahrenen Straße ausgebaut werden könnten.

Die Absolventen

Das Zertifikat und je einen Blumengruß erhielten: Margret Biewer, Rita und Paul Greven, Ingrid Gröblinghoff, Marion Meves, Klaus Müller, Dago Garcia Ortiz, Maria Therese Radtke, Angela Rochner, Bianca Schümmer und Resi Stangier.

Musikalisch wurde der Festakt untermalt von einem Querflötentrio der Kreismusikschule.