Erkelenz: Schönheit und innere Wahrheit: Thomas Jentgens

Erkelenz : Schönheit und innere Wahrheit: Thomas Jentgens

Ein breit gefächertes und vielschichtiges Repertoire an unterschiedlichsten Kunstwerken bietet der Künstler Thomas Jentgens bei seiner Ausstellung im Erkelenzer Haus Spiess dem Betrachter an.

Der Künstler, der Lehramt studiert hat und an einem Institut für Bildhauerei tätig war, beschränkt sich bei seinen Arbeiten nicht nur auf eine einzige Technik.

„Er ist Maler, Zeichner, Plastiker und Bildhauer. Oder einfach ausgedrückt, Thomas Jentgens ist ein Künstler”, brachte es die Kunsthistorikerin Gabriele Teuteberg in ihrer Eröffnungsrede auf den Punkt.

So war ihr wichtig hervorzuheben, dass die künstlerische Laufbahn von Thomas Jentgens bereits während des Studiums begann. „Er fing schon früh damit an, seine Umwelt genau zu beobachten und diese Beobachtungen dann in seinen Werken umzusetzen”, so Teuteberg.

„In dieser Zeit entstanden die großen Gefäße, die Helmskulpturen und Wächterfiguren aus Keramik, gebrannt in verschiedenen Verfahren im selbst konstruierten und selbst gebauten Gasofen.”

Jentgens, der hauptberuflich seit zwölf Jahren Kunst an der Bischhöflichen Marienschule in Mönchengladbach unterrichtet, sei ein Künstler, der das Leben genauso liebe, wie das genaue Beobachten. Diese Beobachtungen setze er in liebevoller Kleinarbeit um. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehe dabei immer der Mensch.

„Grundlage aller meiner plastischen Arbeiten war und ist die Zeichnung”, sagte Thomas Jentgens. Sein breit gefächertes Repertoire erwarb er bei mehreren Reisen in die Toskana, nach Frankreich und Sardinien. „Mein Interesse gehört der Schönheit und inneren Wahrheit der Landschaft und zunehmend allen alltäglichen Facetten des menschlichen Seins.”

Zu seinen Arbeiten gehören auch die so genannten Architekturbilder, bei denen der Betrachter die genauen Beobachtungen des Künstlers am besten wieder finden könne, meinte Gabriele Teuteberg.

Aber nicht nur Bilder gibt es von Jentgens derzeit in Haus Spiess zu bewundern, sondern auch etliche seiner Figuren und Skulpturen, darunter viele Frauenkörper. „Seine Figuren zeigen, wie stark der menschliche Körper sein kann”, schwärmte die Kunsthistorikerin.

„Sie werden sehen, dass wir durch die Kunst von Thomas Jentgens neue Ansichten auf das Leben erhalten werden”, schloss Teuteberg ihre Eröffnungsrede.

Die Bilder von Thomas Jentgens können noch bis Sonntag, 24. November, jeweils samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr im Haus Spiess in Erkelenz betrachtet werden.