Gangelt-Schierwaldenrath: Schnauferl als begehrtes Motiv

Gangelt-Schierwaldenrath : Schnauferl als begehrtes Motiv

Anlässe zur Präsentation in der Öffentlichkeit gibt es für die Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr als Betreiber der Selfkantbahn zu Hauf.

Besonders im Frühjahr und Sommer sind die Hobby-Eisenbahner sehr aktiv, und so riefen sie diesmal das „Wochenende des Eisenbahnfreundes” aus. Gemäß dem Motto stiegen an den beiden Tagen trotz laufender Sommerferien zahlreiche Freunde in die Personenwagen der Museumsbahn ein und verließen mit den schnaufenden Dampfrössern den Bahnhof Schierwaldenrath in Richtung Gillrath.

Viele gönnten sich nicht zum ersten Mal das Vergnügen einer nostalgischen Eisenbahnreise, und so konnte ein Ehepaar aus Wuppertal vermelden, dass es bereits ein Dutzendmal die Fahrt mit dem „Feurigen Elias” durch die Geilenkirchener Lande unternommen hat. Und es soll nicht das letzte Mal gewesen sein.

Bahnhofsvorstand und 2. Vorsitzender des Vereins, Helmut Kommans, zählte am Wochenende über 30 einsatzbereite Hobby-Eisenbahner, die entweder im Fahrdienst, an den Fahrkartenausgaben in Gillrath und Schierwaldenrath oder in der Werkstatt eine Tätigkeit ausübten. Neben Lokführern und Heizern gehörten Zugführer, Schaffner und Frauen für den gastronomischen Bereich im Buffetwagen zum fahrenden Personal.

Acht Zuggarnituren

Acht Zuggarnituren wurden am Samstag, zwölf Züge am Sonntag auf die Reise geschickt. Und das in den verschiedensten Zusammensetzungen - von der Dampflokgarnitur über den Triebwagen bis hin zum Güterzug. Nicht zuletzt um dem Publikum und hier speziell den zahlreichen Fotografen verschiedene Motive zu bieten. Das wussten die „Lichtbildner” zu würdigen, denn sie hatten sich - mit Kameras „bewaffnet” - an vielen Stellen entlang der 5,5 Kilometer langen Strecke postiert.

Sehr zur Freude der Hobby- und Profi-Fotografen legte die Selfkantbahn am Samstag und Sonntag zusätzliche Fotostopps an „Gelindchen” und am Bahnhof Stahe ein. Die Personenzüge holperten gemütlich vor sich hin, nicht ohne den Gästen im Buffetwagen auch noch die Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen zu gewähren. Reges Treiben herrschte derweil auf dem Bahnsteig der Selfkantbahn. Nicht nur weil ein Fernsehteam ein Special drehte, sondern auch wegen der Ein- und Aussteigmodalitäten der Passagiere.

„Bewegte Bilder”

In Schierwaldenrath lockte an beiden Tagen nicht nur eine Sammlung historischer Schienenfahrzeuge aus allen Epochen der Eisenbahngeschichte die Besucher in die Museumshalle. Neben den vielen intakten wie auch restaurationsbedürftigen Waggons sahen die Besucher mehr. So führte David Viehmann fahrbereite Miniaturausgaben der LGB Modellbahn vor. So zum Beispiel die 51er-Diesellok in Spur 2M, die der 12-Jährige aus Heinsberg über die Schienen schickte.

Daneben erhielten die Besucher zahlreiche Informationen über die Selfkantbahn und andere Museumseisenbahnen in schriftlicher Form und auf bildlichen Darstellungen. Der Büchermarkt bot ein breites Spektrum an Literatur über viele Jahre Eisenbahngeschichte. Daneben gab es „bewegte Bilder” in Form von Videofilmen.

Die Sauerländer Kleinbahn war zum ersten Mal bei ihren „Kollegen” von der Selfkantbahn zu Gast und lud zu einer nostalgischen Schmalspurreise ins Sauerland ein. Auf einem 2,5 Kilometer langen Streckenabschnitt gehen zwischen Plettenberg und Hüinghausen ebenfalls historische Dampfrösser auf die Reise. Doch erst einmal nutzten die Eisenbahnfreunde ihr „Bimmelbähnchen” zwischen Schierwaldenrath und Gillrath.