Schlichtes Wahlkampfgetöse

Schlichtes Wahlkampfgetöse

Erkelenz (an-o) - Der Artikel "Bald Nachfolger für Lühring", den die "Nachrichten" gestern veröffentlichten, bedarf nach Ansicht des Pressesprechers der Diözese Aachen einer Richtigstellung. Der Brief des Bischofs an Christa Nickels sei, so Jobst Rüthers, bereits zwei Monate alt.

In einer Presseinformation vom 12. August habe, so der Pressesprecher, die Bundestagsabgeordnete der Bündnisgrünen, Christa Nickels, die Öffentlichkeit informiert, dass die Pfarren Holzweiler, Immerath und Borschemich in Kürze einen neuen Pfarrer und ein Pastoralteam erhalten sollen.

Darüber sei sie von Bischof Heinrich Mussinghoff informiert worden, von dem sie "nun einen erfreulichen Brief erhielt", so Nickels. Rüthers: "Diese Information ist falsch: Der Brief des Bischofs an Frau Nickels ist zwei Monate alt und informiert darüber, dass bereits seit Ende Mai die Seelsorge in den genannten Gemeinden neu geregelt wurde."

Pfarradministrator seit Ende Mai tätig

Tatsache sei, dass nach dem Weggang von Pfarrer Lühring im Frühsommer des Jahres Bischof Mussinghoff am 28. Mai Pfarrer Franz Josef Semrau als Pfarradministrator und die in den Gemeinden tätigen Laien als Pastoralteam beauftragt hat. Eine Veränderung dieser Situation sei derzeit nicht in Planung, so dass die jetzige Information von Frau Nickels über einen baldigen Nachfolger für Pfarrer Lühring "jeglicher Grundlage entbehrt".

Nach Angaben des Bischöflichen Generalvikariates habe die Information über die angeblich bevorstehende Personalveränderung in den betroffenen Gemeinden für viel Unruhe und besorgte Nachfragen gesorgt.

Pressesprecher Jobst Rüthers vermutet mit der "gezielten Falschmeldung aus dem Büro der Bündnisgrünen schlichtes Wahlkampfgetöse", mit der der Eindruck erweckt werden solle, die Grünen setzten sich besonders für die Belange der vom Tagebau Garzweiler bedrohten Gemeinden ein.

Personalveränderungen

Auch zukünftig würden, so Pressesprecher Jobst Rüthers weiter, Personalveränderungen in den Pfarrgemeinden des Bistums in Abstimmung mit deren Gremien, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, vorgenommen und kommuniziert, und nicht über Wahlkampfbüros von Parteien mitgeteilt.