Schleiff liebt knifflige Aufträge

Schleiff liebt knifflige Aufträge

Erkelenz (an-o) - Seit 1957 besteht die Firma Schleiff, jetzt weihte sie unter Teilnahme zahlreicher Gäste offiziell einen Neubau an der Brüsseler Allee im Gewerbe- und Industriepark Commerden (GIPCO) in Erkelenz ein. Die frühere Betriebsstätte an der Koepestraße war längst zu klein geworden.

Das 1957 von Frau Friedel Schleiff in Düsseldorf gegründete Unternehmen kam über Kleinenbroich 1963 nach Erkelenz und vertrieb zunächst bauchemische Produkte, spezialisierte sich dann auf Herstellung und Vertrieb von Spezialprodukten und firmiert seit dem Jahre 2000 als Schleiff Bauflächentechnik. In diesem Jahr wurde zusätzlich die Schleiff Denkmalentwicklung gegründet.

Im Pressegespräch mit der Geschäftsführung, dem kaufmännischen Leiter Georg Wilms, einem ehemaligen Banker, und dem technischen Leiter Heinz Peter Dahmen, einem Maurermeister von altem Schrot und Korn, offenbarte sich schnell das breite, aber auch außergewöhnliche Spektrum der drei Standbeine Beton, Denkmale und Dienstleistungen bei Problemen im Baubereich.

Flexibilität muss groß geschrieben werden

Beide Geschäftsführer leben für den Grundsatz "Damit Denkmale erhalten werden können, müssen sie bewohnbar bleiben" und scheuen selbst vor schier unmöglichen Sanierungen nicht zurück. Der bisherige Erfolg hat ihnen Recht gegeben und kann sich sehen lassen. Sie freuen sich, wenn jemand zu ihnen kommt und meint: "Ich habe ein Problem." Dann sehen sie ihre Aufgabe darin, technische und kaufmännische Lösungen zu finden. Mit den Denkmalpflegern besteht naturgemäß eine ständige Zusammenarbeit.

"Sanierer ist zwar inzwischen ein neuer Studiengang", so die beiden Geschäftsführer, "er dauert aber wegen der wichtigen Teilbereiche Chemie, Statik, Mauerwerk und Beton vier Jahre. Deshalb bilden wir unsere Mitarbeiter selbst aus und stellen jährlich jeweils neun Auszubildende in beiden Betrieben ein, die inzwischen über 120 Mitarbeiten zählen." Die Erwartungen an sie sind allerdings nicht gering, weil Flexibilität groß geschrieben werden muss. Schleiff war daher eine der ersten Firmen, die mit Erfolg so genannte Stundenkonten erprobt haben.

Vorzeigeobjekte

Vom neuen Gebäude aus, das 580 Quadratmeter Büro- und 500 Quadratmeter Hallennutzfläche umfasst, können jetzt mit einer umfangreichen Fahrzeugflotte die oft sehr kniffligen Aufträge bei Denkmälern aller Art, Alt- und Sakralbauten, Gewerbe- und Privatimmobilien fachgerecht erledigt werden. Vorzeigeobjekte wie die Zitadelle und der Brückenkopf in Jülich sowie das Wickrather und das Rheydter Schloss zeigen das Können.