Waldfeucht: Schlechte Bewertungen für Kanalnetz in Waldfeucht

Waldfeucht : Schlechte Bewertungen für Kanalnetz in Waldfeucht

Die Gemeinde Waldfeucht schreibt ihr Abwasserbeseitigungskonzept fort. Dazu gab Professor Heribert Nacken in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde einige Erläuterungen.

Ziel des Prozesses ist es, das in die Jahre gekommene Kanalnetz schrittweise zu erneuern und instand zu halten. Nacken sagte, dass das rund 70 Kilometer lange Kanalnetz der Gemeinde an den meisten Stellen sehr alt sei — ein Großteil ist in den 60er Jahren gebaut worden — und deshalb teils erhebliche Schäden aufweise. Positiv sei, dass der Kanal für die anfallenden Wassermengen ausreichend groß dimensioniert sei.

Besorgniserregend ist ein Wert, den Nacken nannte: 44 Prozent der Haltungen im Waldfeuchter Kanalnetz sind, nach einer Befahrung des Kanals mit einer Kamera, in die schlechtesten Zustandsklassen einsortiert worden.

Als Haltung bezeichnet man die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei benachbarten Schächten. „Der Gesetzgeber sagt: Da muss man ran“, hielt Nacken fest.

Das Konzept sieht nun vor, in den Jahren 2017 bis 2022 rund 8,2 Millionen Euro für rund 50 Sanierungsmaßnahmen am Kanal auszugeben. 1,3 Millionen Euro sollen in die Erweiterung des Netzes fließen. „Das ist kein Euro mehr, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Aber auch keiner weniger“, sagte Nacken.

(ger)