Schlaganfall: Ratschläge zur Vorbeugung

Schlaganfall: Ratschläge zur Vorbeugung

Kreis Heinsberg. Jährlich erleiden nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Hilfe mehr als 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.

An den Folgen stirbt jeder Fünfte. Die Überlebenden müssen anschließend mit dauerhaften Behinderungen wie Lähmungen und Sprachstörungen fertig werden. Ein Schlaganfall schlägt wie der Blitz ein, aber nicht aus heiterem Himmel.

Denn dieser Schicksalsschlag ist keineswegs unausweichlich. Wenn die Warnzeichen rechtzeitig erkannt werden, kann jeder zweite Schlaganfall verhindert werden. Die Apotheker im Kreis Heinsberg geben daher wichtige Ratschläge zur Vorbeugung.

„Ein Schlaganfall kündigt sich meistens schon vorher an. Doch leider erkennen nur wenige Menschen die Warnsignale”, erklärt Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. Häufig komme es vor, dass das Gefühl in einer Körperhälfte gestört ist, man vorübergehend nichts sieht oder sich plötzliche Kopfschmerzen einstellen.

„Diese Symptome verschwinden zwar nach einigen Sekunden wieder, doch man sollte sie unbedingt ernst nehmen”, rät Kühle in diesem Fall zum Arztbesuch.

Schlaganfall-Risikofaktoren seien einerseits durch den Lebenswandel, andererseits durch bestimmte Erkrankungen bedingt. Das Risiko erhöhe sich zum Beispiel durch Bewegungsmangel.

„Dadurch werden Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes begünstigt”, sagt der Sprecher der Apotheker im Kreis. Kühle empfiehlt Menschen mit erhöhtem Schlaganfall-Risiko deshalb - neben viel Bewegung - auch das Rauchen aufzugeben und auf gesunde Ernährung zu achten.

„Fettarme Kost mit viel Gemüse, Kartoffeln und Reis, Fisch und magerem Fleisch ist ideal.” Je mehr Risikofaktoren vorhanden seien, desto höher das Schlaganfall-Risiko.

Die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden, steige mit zunehmendem Alter. Dennoch sei es ein Vorurteil, dass nur alte Menschen betroffen sind.