Schierwaldenrath: Schierwaldenrath: Planung von allen gelobt

Schierwaldenrath : Schierwaldenrath: Planung von allen gelobt

Die Flurbereinigung zur Dorfentwicklung von Schierwaldenrath wurde Ende März offiziell abgeschlossen.

Viel Lob und Anerkennung fand die Arbeit des Amtes für Agrarordnung in der letzten Sitzung des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft sowohl von der Selfkantbahn als auch von der Gemeinde Gangelt.

Rund 150 000 Euro wurden in den Jahren 2000 bis 2002 nach den Plänen der Euskirchener Flurbereinigungsbehörde in die dorfgerechte Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes investiert.

Ein neuer Mittelbahnsteig, zahlreiche Anpflanzungen, die Landbereitstellung für den Besucherparkplatz und die Museumshalle sowie die Verlegung eines Wirtschaftsweges sind die Hauptbestandteile der auch von der Europäischen Union geförderten Maßnahme.

„Ziel unserer gemeinsam mit der Gemeinde, der Selfkantbahn und den betroffenen Eigentümern erstellten Planung war neben der optischen Verschönerung des Bahnhofsumfeldes auch die Behebung von funktionalen Mängeln und die Beseitigung von Konflikten zwischen Landwirtschaft und Tourismus”, resümiert Regierungsvermessungsdirektor Günter Flamm als zuständiger Planungsdezernent.

Dass das gelungen ist, bestätigten der Vorsitzende der IHS, Michael Jansen, und sein Geschäftsführer Günter Steinhauer gerne. „Die deutsche Museumsbahnszene bewundert unseren neuen Bahnhof. Dieses Expertenlob geben wir gerne an alle Akteure weiter.”

Für Helmut Hoffmann von den Kreiswerken Heinsberg ist es gelungen, nicht nur ein tolles Bahnhofsumfeld zu schaffen, sondern den Bahnhof auch wesentlich sicherer zu machen, worüber er als zuständiger Betriebsleiter besonders glücklich sei.

Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen brachte seine Freude an dem guten Abschluss des Projekts zum Ausdruck, bei dem sich die Gemeinde stark engagiert und 30 Prozent der Kosten gerne übernommen habe, weil auch der Tourismus im ländlichen Raum damit gefördert werde.

Die gute Annahme des neu geschaffenen Biergartens sei ein Indiz dafür. Der Bürgermeister dankte allen, die an einer Vision mitgewirkt hätten, die nun zum Teil realisiert, aber auch noch ausbaufähig sei.

Hans Feindt, der das Flurbereinigungsverfahren als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft und damit als Interessenvertreter der betroffenen Eigentümer von A bis Z begleitet hat, fand - wie auch der ehemalige Ortsvorsteher Heinz Schaps - besondere Dankesworte für Johannes Schmitz, den im Ruhestand lebenden ehemaligen Leiter des Amtes für Agrarordnung.

Er sei der Vater des Gedankens zur Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes gewesen, als er vor vielen Jahren als Mitglied der Landeskommission „Unser Dorf soll schöner werden” Verbesserungsbedarf in diesem Bereich gesehen habe.

Ein Bildband über Schierwaldenrath, den Hans Feindt überreichte, wird den ehemaligen Amtschef an eine nicht alltägliche Flurbereinigung erinnern mit der - so die übereinstimmende Meinung der Fachleute - „der westlichste Bahnhof der Bundesrepublik schöner und sicherer geworden ist.”