Scharissmatische Typen mit Fissionen

Scharissmatische Typen mit Fissionen

Erkelenz (an-o/sg) - Belohnt von stehenden Ovationen des begeisterten Publikums feierte das Rurtaltrio mit der Abschiedsvorstellung seines Programms "Es muss nicht immer Jägerschnitzel sein" noch einmal einen riesigen Erfolg im ausverkauften Cusanusgymnasium.

Auf Einladung der Theaterfahrten-AG gastierten Christian Macharski und Marc Breuer als "eines der wenigen Zweimanntrios der Welt" mit ihrem bislang erfolgreichsten Programm in Erkelenz, dem "funkelnden Juwel an der A 46". Doch der Abschied wurde versüßt mit der Aussicht auf die Premiere der neuen Geschichten um das liebenswerte Dorf Saffelen im kommenden Herbst.

Super-GAU

An diesem Abend ging es noch einmal um den Super-GAU, der unerwartet über das Örtchen im "Ballungsgebiet Brüggelchen, Uetterath, Süsterseel" hereinbricht. Bei einer Pressekonferenz gibt Löschmeister Josef Jackels wegen akuten Burnout-Syndroms seinen sofortigen Rücktritt von allen seinen Ämtern bekannt: Feuerwehrsprecher, Körbchenrundgeber in der Kirche, Würstchenwender beim Pfarrfest und passives Mitglied der katholischen Strickfrauen. Und als wäre all das nicht schon schlimm genug, droht die Kommunalaufsicht auch noch mit Schließung der Dorfhalle, einer saftigen Geldbuße und Auflösung der freiwilligen Feuerwehr wegen exzessiven Feierns und mangelhafter Leistung.


Gerade jetzt müsste ein Mann mit "Fissionen und Scharissma" her, so einer wie Josef Jackels eben, aber der beschäftigt sich lieber mit seinem Gemüsegarten und Kalenderblattabreißen. Bis es Landwirt Hastenraths Willi in Gemeinschaftsarbeit mit Josefs Gewissen gelingt, den Löschmeister umzustimmen, der dann noch mit einem mutigen Gang in die Höhle des Verwaltungsrats das Ruder herum reißen kann.

Zwischendurch gewähren Brüh und Mahoni Einblicke in die vielen kleinen Geschichten, die sich in ihrem Lieblingsdorf ereignen, und zeigen sich in Wildkatzenslips als Nachwuchscoverband "Top Sound" sogar von ihrer erotischen Seite. Und das Publikum atmet erleichtert auf: Es heißt noch lange nicht "Gute Nacht, Saeffelen"!