Selfkant-Tüddern: Schätzchen locken die Massen nach Tüddern

Selfkant-Tüddern : Schätzchen locken die Massen nach Tüddern

Das herrliche Pfingstwetter ließ die Veranstalter des Oldtimer-Traktor-Treffens und des Handwerkermarktes am Bauernmuseum Selfkant auf einen gewaltigen Besucherandrang hoffen.

Schließlich wurde das Wochenende in Tüddern sogar zum Volksfest der Superlative. Mehrere Tausend Besucher bestaunten die zum Teil monströsen Oldtimer.

Auf den Selfkantstraßen waren an den Pfingsttagen massenhaft Treckerfahrzeuge und Oldies (ein VW sogar mit Koffer auf dem Gepäckdach) zu sehen. Ganze Familien gingen auf Treckertour.

Auch wenn viele Autofahrer verzweifelten - die Straßen boten ein herrliches Bild. In Tüddern selbst herrschte großer Andrang. Am Samstagnachmittag chauffierte Bürgermeister Herbert Corsten das Rurtal-Trio zur Showbühne.

„Dies erinnert mich an die Zeiten von Himmerich, damals waren auf dem Disco-Parkplatz auch viele Trecker zu sehen, es waren manchmal mehr Trecker als Mädels in Himmerich”, erklärte Hastenraths Will.

Es ratterte und knatterte rund um das Bauernmuseum. Auf dem erweiterten Gelände tummelten sich weit über 400 Fahrzeuge. Der Reiz am Tüdderner Oldietreffen ist auch, dass viele alte Liebhaberfahrzeuge erst am Tage anreisen.

So war es auch diesmal. Es war ein Kommen und Gehen, fast im Minutentakt gab es Ein- und Ausfahrt. Einige Male hatten die Besucher gar den Endruck, die Selfkantbahn würde einfahren, so gewaltig dampfte es aus einigen Maschinen. Der Ausstellungsplatz schien ein großer Rummelplatz zu sein.

Eines der ältesten Treckerfahrzeuge war ein Oldie aus dem Jahr 1935. Weitere alte Schätzchen der Firmen Fendt, Diesel Porsche, John Deere, Lanz und Zettelmeyer ließen Freude aufkommen.

Aber nicht nur die Landwirtschaftsfahrzeuge standen im Rampenlicht. Auch die Herby-Freunde sammelten sich in Tüddern. Der gute alte Volkswagen war in seiner ganzen Pracht zu sehen, besonders ein Schmuckstück aus dem Jahr 1965 wurde zum Lieblingsfahrzeug.

Die Augen vieler blinzelten beim Anblick eines NSU-Gefährts, da wurden viele Erinnerungen wach. Auch zahlreiche Motorräder begeisterten, vor allem eine DKW aus den 60ern.

Eines der Highlights war ein Dampfkoloss auf dem Jahr 1932. Die alte Dampfwalze drehte am Montag ihre Runden auf dem Ausstellungsgelände. Fleißig Runden drehte auch die Kinderdampfbahn Feflo ab der Selfkanthaltestelle.

Die Kleinen lockte ferner der große Abenteuerspielplatz. In der Museumshalle gab es mächtigen Andrang wie am Backes und auf dem Handwerkermarkt. Bewundert wurden hier die Damen am Spinnrad oder beim Klöppeln.