Erkelenz: „Schätzchen” im Glockenstuhl

Erkelenz : „Schätzchen” im Glockenstuhl

Der Glockenstuhl der evangelischen Kirche am Martin-Luther-Platz erstrahlt in neuem Glanz. Die Eisenkonstruktion aus dem Jahr 1952 wurde in den vergangenen Tagen durch eine hölzerne ersetzt.

Dies hatte neben baulichen auch akustische Gründe, wie der Baukirchmeister Günther Benger auf Nachfrage erklärte. „Der Klang der Glocken war durch das beim Bau verwendete Eisen blechern”, wie er betonte. „Durch das nun verwendete Eichenholz wird der Glockenklang warm´ übertragen.”

Für die Sanierung des Glockenstuhls mussten die drei Glocken entfernt und in einem der unteren Geschosse des Turms gelagert werden. Dort wurden auch die Klöppel der beiden älteren Glocken ausgetauscht, da sie im Laufe der Zeit gelitten hatten.

Zwei der drei Glocken stammen aus Pommern und sind so genannte Patenglocken. Sie wurden der evangelischen Kirchengemeinde 1952 leihweise zur Verfügung gestellt und stammen aus den heute nicht mehr existierenden Gemeinden Lekow und Lutzig. Dabei handelt es sich um zwei denkmalgeschützte „Schätzchen”.

Gegossen wurden sie in den Jahren 1576 und 1796. Die eigentliche Erkelenzer Glocke stammt aus dem Jahre 1903. Gemeinsam ergeben die drei die Tonfolge Dis, Cis und Fis, die man auch „Gloriamotiv” nennt.