Selfkant-Tüddern: Sankt Cäcilia Tüddern: Musikalische Vielfalt begeistert

Selfkant-Tüddern : Sankt Cäcilia Tüddern: Musikalische Vielfalt begeistert

Ein abwechslungsreiches vielfältiges Konzert für Freunde der Blasmusik hat der Instrumentalverein Sankt Cäcilia Tüddern in der neuen „guten Stube“ des Selfkants, der Westzipfelhalle, präsentiert.

Mit der Drumm-Band des Instrumentalvereins Tüddern und dem Musik-Korps Sankt Josef Teveren, das gemeinsam mit der Bläserkapelle Alsdorf-Schaufenberg musizierte, überzeugten gleich drei Formationen das Publikum durch gute musikalische Leistungen.

Die wochenlange Probenarbeit hatte sich also gelohnt. Informativ und routiniert führte Julia Meisters durch das Programm. Schon die Tüdderner Drummm-Band unter der musikalischen Leitung von Paul Lotzwick bewies mit den Stücken „Eurotoppers“, „Brinham Drums“, „Je Maintiendrai“ und „Back to Bennet“ und einer exakten Spielweise ihr Können.

Danach legten die Gastgeber unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Jo Vliex mit John Philip Sousas Marsch „The Thunderer“ einen flotten Start hin. Die Übersetzung des Marsch-Titels ist mit „Der Donnerer“ bekannt, nicht aber dessen offizielle Bedeutung. Man vermutet, dass er auf die „pyrotechnischen Effekte“ im Schlagzeug und bei den Trompeten hinweisen soll.

Ob mit der „Regina Ouvertüre“ von Gioacchino Rossini oder mit der Komposition „Village on the River“ von Leon Vliex — der Instrumentalverein Tüddern wusste zu überzeugen. Mit Jacob de Haans „Dakota“ beschrieb das Blasorchester in fünf Sätzen musikalisch die spirituelle Welt der Sioux-Indianer. Mit überzeugendem Blech-Intro und einer wunderschönen Melodie im Paso Doble „Paso Mundial“ gelang spielend der Übergang zur swingenden Filmmusik mit dem Titel „Manhatten Skyline“.

Einmal mächtig, dann wieder piano so präsentierten Dirigent Jo Vliex und sein Blasorchester eine musikalische Rundreise durch den Freizeitpark „De Efteling“, um dann das Publikum mit dem Medley „The Best of Helene Fischer“ restlos zu begeistern. So wie der Programmteil des Instrumentalvereins Tüddern mit einem Sousa-Marsch begann, so wurde er auch mit „King Cotton“ einem Marsch desselben Komponisten beendet. Allerdings durften die Tüdderner Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Und außerdem wurden noch einige Aktive erwähnt, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben. So wurden Katharina Ziesen und Herbert Philippen jeweils für zehn Jahre, Jenny Freiheit für 20 Jahre, Albert Verschüren für 30 Jahre und Frank Louis für 40 Jahre aktive Musiktätigkeit mit Urkunden und Ehrennadeln geehrt.

Nach einer kurzen Umbaupause begannen das Musik-Korps St. Josef Teveren und die Bläserkapelle Alsdorf-Schaufenberg zusammen — unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Qijian Xu — mit dem Marsch „In Harmonie vereint“ den zweiten Programmteil. Das Blasorchester, das getrennt probt aber gemeinsam auftritt, präsentierte sich mit Titeln wie „Heal the World“, „You‘ll be in my Heart“, „New York“, „Friends for Life“ und „Abba Gold“ modern und beschwingt.

Dass man aber auch Volkslieder, die Gefahr laufen immer mehr in Vergessenheit zu geraten, erfolgreich im Happy Sound spielen kann, zeigten sie in einem wohlklingenden Medley deutscher Volkslieder. Mit dem „Böhmischen Traum“, der klangvollen Polka von Norbert Gälle verabschiedeten sich das Musik-Korps St. Josef Teveren und die Bläserkapelle Alsdorf-Schaufenberg vom begeisterten Publikum. Als Zugabe spielten sie dann noch die „Fischerin vom Bodensee“ zum Mitsingen und Mitklatschen.

Der Vorsitzende des Instrumentalvereins Tüddern Norbert Pohl dankte den Moderatoren des Abends, die es bestens verstanden hatten, das Publikum durch das Programm zu führen. Zudem lobte er die drei musikalischen Leiter Paul Lotzwick, Jo Vliex und Qijian Xu, die am Ende des Konzertabends mit ihren Musikern mehr als zufrieden sein durften.