Düren: Saisoneröffnung für den Mittelrheinligisten 1. FC Düren

Düren : Saisoneröffnung für den Mittelrheinligisten 1. FC Düren

Ein Leben ohne Fußball ist für Frank Rombey undenkbar. Mit fünf Jahren hat der heute 38-Jährige angefangen, bei seinem Heimatverein BC Oberzier zu kicken, später hat er bei den Sportfreunden Düren, GFC 09 und dem FC Niederau gespielt, bevor er zu Viktoria Arnoldsweiler gegangen ist — sechs Jahre als Spieler, sieben als Trainer.

Schon im Februar hat Rombey seinen alten Klub informiert, dass er nach der Saison aufhören wird. „Ich wollte ein Jahr Fußball-Pause machen“, sagt Rombey, der betont, dass er „tolle Jahre bei den Kleeblättern“ erleben durfte. „Das war auch mit meiner Familie so abgesprochen.“ Aus der Pause wird aber nichts. Rombey ist vielmehr ab sofort Sportdirektor des 1. FC Düren.

„Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen“, sagt der Leiter der Abteilung für Soziales, Schule, Sport und Kultur bei der Gemeinde Niederzier. „Für mich ist das eine sehr reizvolle Aufgabe.“ Beim 1. FC Düren könne er einen völlig neuen Verein von Anfang unterstützen. „Ich kenne die Mittelrheinliga in- und auswendig genauso wie die Fußball-Szene in Düren. Deswegen glaube ich sicher, dass ich dem Klub helfen kann.“

Fast alle Vereine in der Mittelrheinliga, vor allem aber natürlich die mit Ambitionen, den Aufstieg in die Regionalliga mittelfristig zu schaffen, ergänzt Rombey, hätten einen Sportdirektor. „Manchmal heißen die auch sportlicher Leiter“, sagt er. „Das ist absolut nichts Außergewöhnliches.“ Zu den Aufgaben eines Sportdirektors gehört — natürlich — die Kaderplanung, die aber beim 1. FC Düren schon abgeschlossen war, als Rombey das Amt übernommen hat.

„Trotzdem gibt es viel zu tun. Ich sehe mich als Schnittstelle zwischen Präsidium und Fußballabteilung. Wir haben nicht nur die erste Mannschaft, sondern auch eine zweite, die in der Landesliga spielt, die dritte Mannschaft in der Kreisliga B, eine Damenmannschaft und die Jugendabteilung. Meine Aufgaben liegen bei der ersten und zweiten Mannschaft“. Rombey wird beim Training und den Spielen der ersten Mannschaft mit den Trainern Bernd Lennartz und Sandro Bergs dabei sein, außerdem wird er sich regelmäßig mit dem Präsidium des 1. FC Düren treffen. „Es geht darum, die sportliche Entwicklung des Vereins insgesamt voranzutreiben.“

Frank Rombey ist davon überzeugt, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Kräfte im Dürener Fußball zu bündeln. „Um höherklassigen Fußball im Kreis zu etablieren, ist das die einzige Möglichkeit“, ist er überzeugt. „Ein Klub allein kann diese Aufgabe kaum stemmen.“ Natürlich kennt Rombey die Ambitionen des 1. FC Düren, möglichst schnell den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen. „Einen Durchmarsch“, sagt er, „halte ich zwar nicht für völlig ausgeschlossen, aber für mehr als sehr schwierig.“

Die meisten Spieler der ersten Mannschaft, so der Sportdirektor, seien vorher in Niederau und beim GFC Düren 99 aktiv gewesen, also den beiden Vereinen, aus dem sich der 1. FC Düren gegründet hat. „Viele Dürener Spieler, die den Aufstieg in die Mittelrheinliga geschafft haben, bleiben. Ich finde das richtig, weil es für eine große Identifikation mit dem Verein spricht. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass nicht alle unserer Spieler schon in der Mittelrheinliga gespielt haben.“

Es sei wichtig, die Mannschaft in den nächsten beiden Spielzeiten in der Liga zu etablieren. „Was wir brauchen“, sagt Rombey, „ist kontinuierliche Arbeit. Und genau dafür stehen Bernd Lennartz, Sandro Bergs und ich auch. Es wird viel über den 1. FC Düren diskutiert. Wir tun gut daran, unser eigenes Ding zu machen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren — den Fußball.“

Am Samstag lädt der 1. FC Düren zur Saisoneröffnung auf die Westkampfbahn ein (ab 14 Uhr), seinen ersten echten Härtetest muss das Team beim ersten Spiel in der Mittelrheinliga bestehen. „Wir spielen das Auftaktspiel der neuen Saison am 24. August bei Borussia Freialdenhoven“, sagt Rombey. Natürlich würde am ersten Spieltag einer neuen Saison noch nichts entschieden. „Trotzdem ist dieses Spiel aber ein echtes Highlight für beide Mannschaften — und auch eine erste Standortbestimmung.“

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