Erkelenz: Sänger blicken optimistisch in die Zukunft

Erkelenz : Sänger blicken optimistisch in die Zukunft

Gab es in den vergangenen Jahren bei der Jahreshauptversammlung des Städtischen Gesangvereins von 1843 stets wenig Erfreuliches zu berichten, so sah es dieses Mal völlig anders aus.

Der Vorsitzende Günter Hoffmann ging auf das turbulente Jahr 2009 ein, in dem der Verein seinen langjährigen Dirigenten ziehen lassen musste und es dann mit dem neuen Chorleiter nicht so klappte, wie man es sich vorgestellt hatte. Es gab Gespräche, die schließlich zu einer Trennung mit dem Dirigenten führten. Hoffmann betonte aber, dass man nicht im Streit gegangen sei.

Die Lage war eigentlich wenig zukunftsträchtig. Bei einem Besuch in der Gaststätte Kuhstall trafen die Sängerkollegen von Concordia Lövenich. Der Chor hatte wie viele andere Männerchöre Mitgliederschwund und Überalterung zu beklagen. So tauchte der Wunsch nach einer Kooperation der beiden wohl ältesten Gesangvereine der Stadt auf.

Die Lövenicher Sänger hatten eine Dirigentin, Chordirektorin Gabriele Köhler aus Solingen, die zur Übernahme der Probenstunden beim „Städtischen” bereit war. Die ersten gemeinsamen Proben waren erfolgversprechend. Nunmehr schauen die beiden Vorstände und die gesamte Sängerschar wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Am 4. April soll der Kooperationsvertrag unterschrieben werden.

Versammlungsleiter Josef Braun hatte keine Mühe, den Vorstand entlasten zu lassen. Er ließ anklingen, dass der Vorstand mit seinen Entscheidungen richtig gehandelt hatte und der Probenbesuch nun besser geworden sei. Die Vorschau zeigte deutlich den neuen Schwung. So will man am Vatertag, 2. Juni, nach dem Ausflug gemeinsam mit den Freunden aus Lövenich die „Geburtststätte”, den „Kuhstall” in Tenholt aufsuchen und am Samstag, 2. Juli, gemeinsam, beim musikalischen Nachmittag in Velbert mitwirken, der von allen Chören der Dirigentin gestaltet wird.

Ein besonderes Anliegen des Vorstandes ist es, sich wieder in der Heimatstadt Erkelenz zu präsentieren und dadurch auch neue Sänger zu gewinnen. Um sich der Öffentlichkeit vorzustellen, ist geplant, im August oder September nach Absprache mit Pfarrer Rombach die Schubertmesse in St. Lambertus zu Gehör zu bringen.

Der Optimismus wurde deutlich, als einstimmig beschlossen wurde, das 170-jährige Bestehen 2013 in großem Rahmen zu begehen und mit der Planung sofort zu beginnen.