Rurtal-Schule ist stolz auf ihr neues Gebäude

Rurtal-Schule ist stolz auf ihr neues Gebäude

Kreis Heinsberg. Aufträge in einem Gesamtvolumen von 31,5 Millionen Euro hat der Bau- und Umweltausschuss des Kreises in der nun zu Ende gehenden Wahlperiode vergeben.

Bevor der Bau- und Umweltausschuss in seiner 38. und letzten Sitzung dieser Wahlperiode unter Vorsitz von Hans-Josef Heuter (CDU) die Planung zum Neubau der Kreisstraße EK5 als Umgehung für Haaren, Kirchhoven, Lieck und Heinsberg zustimmend zur Kenntnis nahm und die Verwaltung mit den nächsten Verfahrensschritten beauftragte, stand eine Besichtigung auf dem Programm: Der Neubau des Gebäudes für den berufsbildenden Zweig an der Oberbrucher Rurtal-Schule, der Schule des Kreises für Geistigbehinderte, ist nach 20-monatiger Planungszeit und 18-monatiger Bauzeit termingerecht zum Schuljahresbeginn der Schule übergeben worden.

Die grundlegende Planungsidee für dieses Gebäude, den Schülern den Eindruck eines Schulwechsels durch Eintritt in einen weiteren Lebensabschnitt (in diesem Fall: Berufsausbildung) zu vermitteln, habe sehr schnell die Planungsvariante eines autarken Gebäudes im hinteren Grundstücksbereich des Schulgeländes favorisiert, führte Dipl.-Ing. Thomas Gleichmann vom Bauamt des Kreises aus.

Zur Einbindung in Natur und Landschaft sei ein formenklarer Baukörper in Erdfarben gewählt worden. Der umbaute Raum beträgt 6400 Kubikmeter, die bebaute Fläche 1260 Quadratmeter bei einer Nutzfläche von 1170 Quadratmetern. Das im Zentrum des Gebäudes liegende Forum bietet bei einer Grundfläche von 310 Quadratmetern Platz für 350 Sitzplätze oder 600 Stehplätze.

Durch das Forum erfolgt die Erschließung von Lehrküche, Holzbearbeitungsraum, Requisitenraum, Erste Hilfe- und Technikraum sowie Besprechungsraum. Im zweihüftigen Flügel auf der Ostseite befinden sich vier Klassenräume einschließlich Nebenräumen sowie die Sanitär- und Pflegeräume. Das gesamte Gebäude ist mit Fußbodenheizung ausgestattet. Das Forum wird bei Bedarf zusätzlich mit einer Luftheizung beheizt. Die Energiebereitstellung erfolgt durch einen umweltfreundlichen Gas-Brennwertkessel.

Das Gesamtgebäude ist mit einer Gebäudeleittechnik ausgestattet, wodurch eine nutzungsabhängige Beleuchtung, Beheizung und Lüftung möglich ist. Weitere Funktionen des Gebäudeleitsystems sind die Steuerung der Sonnenschutzanlage, Brandmeldeanlage, Einbruchmeldeanlage sowie die Verschlussüberwachung von Fenster- und Türanlagen.

Die Gesamtbaukosten einschließlich Außenanlagen und Ingenieurleistungen betragen laut Gleichmann rund 1,79 Millionen Euro. Damit sei der Kostenrahmen eingehalten worden. „Das hören wir immer gerne”, kommentierte Ausschussvorsitzender Heuter diese Nachricht. Den Stolz der Schule auf das neue Gebäude brachte Schulleiter Bernd Schleberger zum Ausdruck, der dem Kreis als Schulträger ausdrücklich für das Engagement dankte. Die offizielle Eröffnung ist beim Lichterfest am 14. November geplant.