Wassenberg: Rückbau der K20 in Myhl „beschlossene Sache”

Wassenberg : Rückbau der K20 in Myhl „beschlossene Sache”

Einstimmig hat der Wassenberger Rat den Wunsch der überwiegenden Mehrheit der Myhler bestätigt, im Zusammenhang mit dem Neubau der geplanten B 221 n die K 20 zwischen dem Ortsausgang Myhl und der L 117 bei Orsbeck zu einem Wirtschaftsweg zurückzubauen.

Die ergänzende Verknüpfung der K 9 mit der B 221 n auf der Myhler Höhe wurde - ebenfalls dem mehrheitlichen Wunsch der Bürger folgend - abgelehnt.

Damit ist nun die auf der Bürgerinformationsveranstaltung vom 29. Januar vorgestellte Variante II (wir berichteten) „beschlossene Sache”. 171 Myhler hatten damals teilgenommen, 139 wünschten diese Variante.

Variante I, für die 32 Bürger votierten, hätte einen Verzicht auf den Rückbau bedeutet.

Variante III sah zusätzlich zum Rückbau die erwähnte Verknüpfung von K 9 und B 221 n vor; hierfür hatte keiner der anwesenden Myhler gestimmt.

Ein Wassenberger Busunternehmen machte nun per Schreiben den Rat darauf aufmerksam, dass bei einem Wegfall der Straßenverbindung Myhl/Orsbeck der Schulbusverkehr sowohl zur Sonderschule in Oberbruch als auch zwischen den Schulen in Myhl und Orsbeck sehr erschwert würde und bat, diese Bedenken bei den künftigen Planungen zu berücksichtigen.

Ein ergänzendes verkehrstechnisches Maßnahmenpaket für Myhl insgesamt stellte Jürgen Thüring (SPD) vor. Sieben langfristig angelegte Vorhaben listete er als einzelne Anträge auf:

Erarbeitung eines Verkehrskonzepts Myhl,

abknickende Vorfahrt im Bereich der Kirche,

kleiner Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Sendesweg/Altmyhler Straße,

Umbau der Einmündung Ecke Erkelenzer Straße/Monesfeld,

größtmöglicher Schallschutz Richtung Myhlerfeld im Bereich des Knotens L 19/B 221 n,

sichernde Maßnahmen an der Klosterstraße wegen der eventuellen Verkehrszunahme,

Ortskernsanierung nach dem Vorbild Birgelens.

Heinz-Josef Reiners (NWI) und Ewald Schmitz (CDU) nahmen diese Anträge kommentarlos zur Kenntnis und verwiesen sie in die zuständigen Ausschüsse.

Beide folgten ebenso wie die SPD für ihre Fraktionen dem Bürgerwunsch „Variante II”, doch Ewald Schmitz merkte an, dass es auch gute Gründe gegen einen solchen Rückbau der K 20 gebe.