Selfkant: RP reist mit Koffer voller Geld in den Kreis Heinsberg

Selfkant : RP reist mit Koffer voller Geld in den Kreis Heinsberg

Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar besuchte die Selfkantregion und hatte Erfreuliches für einige Bürgermeister aus der Region im Gepäck. Als erster konnte Waldfeuchts Bürgermeister Johannes von Helden sich über einen dicken Zuschuss freuen. An der Obspringener Straße in Waldfeucht-Haaren schritt der RP dann auch selbst zur Tat.

Zuerst schaufelte er in gekonnter Manier mit dem Bagger ein Loch zum offiziellen Start zum naturnahen Ausbau des Kitsch- und Waldfeuchter Baches, später wurde dann der erste Spatenstich zusammen mit dem Bürgermeister getätigt.

In diesem Bereich - hier laufen die beiden Bachbette zusammen - kommt es bei Starkregen immer öfter zu Hochwasser, sehr zum Leidwesen der Anwohner. In Teilbereichen der beiden Bachläufe wird die überplante Fläche ökologisch aufgewertet.

So ist ferner geplant, Teile des Kitschbaches und des Waldfeuchter Baches in eine Sekundäraue zu verlegen. Der naturnahe Ausbau erstreckt sich über eine Länge von rund 600 Meter. Der Bewilligungsbescheid des RP für diese Maßnahme betrug rund 530.000 Euro (rund 80 Prozent der gesamten Kosten).

Im Rahmen der geplanten Maßnahmen sollen der Kitschbach und der Waldfeuchter Bach naturnah umgestaltet werden. Vorrangiges Ziel ist die Gestaltung eines naturnahen und totholzreichen Gewässerverlaufes mit eigendynamischer Entwicklung in einer überwiegend nutzungsfreien Aue.

Nach Waldfeucht besuchte Lindlar die Gemeinde Selfkant. Hier wurden bereits Zuschüsse des RP verarbeitet - vom Zuschuss profitierte unter anderem die Alte Schule Höngen (Umbau zum Kulturhaus).

In der Grundschule Saeffelen wurde Lindlar von den Schülern der Offenen Ganztagsschule begrüßt. Bürgermeister Herbert Corsten präsentierte dem Gast aus Köln den Erweiterungsbau der Schule.

Hier wurde mit einem Teilzuschuss des RP die Schule mit einem 235-Quadratmeter-Neubau erweitert. Zwei neue Räume in der Größe von 90 und 60 Quadratmeter (mit Trennwand) sind das Schmuckstück. Sie können zur Aula und auch zum Sportraum umfunktioniert werden.

Der RP hatte in der Schule seine helle Freude. „Warum ist Angela Merkel nicht da?”, fragte ein Schüler und hatte die Lacher auf seiner Seite. Der Regierungspräsident stellte sich den Schülern vor und war von den Vorträgen (Gesang, Mundartvortrag) begeistert.

Nach der Besichtigung der Schule zeigte der Bürgermeister dem Gast „seine Schatzkammer” mit der St.-Nikolaus-Pfarrkirche Millen.

Im Rathaus Tüddern informierte sich der Regierungspräsident später über den Zustand des Erweiterungsbaues des Rathausgebäudes und begrüßte im Ratszimmer weitere Bürgermeister aus dem Kreis Heinsberg, denn er hatte noch einige Überraschungen dabei.

Es gab Zuschüsse für Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens in Höhe von insgesamt 300.000 Euro (40.000 Euro für das Leerstandsmanagement Innenstadt und 260.000 Euro für das Sanierungsgebiet Innenstadt, 1. Bauabschnitt Burgberg).

Für Übach-Palenbergs Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll hatte der RP 600.000 im Gepäck für die Industrielle Folgelandschaft Teilabschnitt Wurmtal.

Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen freute sich über 313.000 Euro für das Sanierungsgebiet Stadtzentrum Hückelhoven und die Umgestaltung des alten evangelischen Friedhofes.

Sein Kollege Andreas Borghorst aus Geilenkirchen erhielt 255.000 Euro für das Integrierte Handlungskonzept Stadtzentrum Geilenkirchen und die erste Phase der Umgestaltung Konrad-Adenauer-Straße.

Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen erhielt 387.000 Euro für den Teilabschnitt Heidepark Gangelt im Rahmen des Euregionale-Projektes Industrielle Folgelandschaft.

Das Fazit des RP: „Ich war beeindruckt vom äußersten Westen Deutschlands und ich freue mich, dass hier auf vielen Ebenen interkommunal gearbeitet wird und man auf dem richtigen Weg für die Zukunft ist.”