Kreis Heinsberg: Rotes Kreuz betreibt Geschichtsforschung

Kreis Heinsberg : Rotes Kreuz betreibt Geschichtsforschung

Am 8. Mai, dem Internationalen Rotkreuztag, gedenkt die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung des Geburtstages ihres „Ideengebers” Henry Dunant. Er wurde am 8.Mai 1828 geboren.

Gestorben ist der Kaufmann und Humanist, der 1901 den ersten Friedensnobelpreis erhielt, am 30. Oktober 1919 in Heiden in der Schweiz. Während einer Reise durch die Lombardei war er im Juni 1859 in die Wirren der Kriegsschlachten im italienischen Unabhängigkeitskrieg geraten. Seine „Erinnerungen an Solferino” bildeten die Grundlage für die Entstehung der Rotkreuzbewegung, die dann 1864 mit der Verabschiedung der ersten Genfer Konvention vollzogen wurde.

Vor dem Internationalen Rotkreuztag 2010 wendet sich der DRK-Kreisverband Heinsberg mit der Bitte um Unterstützung bei der DRK-Geschichtsforschung an die Bevölkerung. Seit rund zwei Jahren verfügt der DRK-Kreisverband Heinsberg über eine „historische Kommission”. Unter der Leitung von Heinz Grevenrath beraten Heinz Consoir, Josef Himmels, der frühere Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Dobrowolski und der derzeitige Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks darüber, wie man Dokumente, Ausrüstungsgegenstände, Dienstbekleidungen und viele andere Dinge aus dem DRK-Alltag für die Nachwelt erhalten kann.

Besonders wichtig ist dieser Gruppe, dem Arbeitskreis Geschichte des DRK-Kreisvorstandes, das persönliche Gespräch mit Zeitzeugen. Deshalb haben sich die erwähnten DRK-Historiker gefreut, dass mit Lieselotte Mackenstein und Dieter Bücker zwei neue Ehrenamtler zum DRK gestoßen sind, die sich schwerpunktmäßig mit der DRK-Geschichte im internationalen, nationalen und regionalen Bezug befassen. Heinz Grevenrath bittet Fördermitglieder, Aktive, Verwaltungen und befreundete Organisationen, in ihren Archiven, Kellern und anderen Lagerräumen nach zeitgeschichtlichen DRK-Dokumenten oder DRK-Gegenständen zu forschen: „Alle Dinge können - aus geschichtlicher Sicht - einmal wichtig sein. Nur der, der seine Geschichte kennt, versteht die Gegenwart und kann die Zukunft gestalten.”

Erste Ergebnisse der Bemühungen der Arbeitsgruppe konnten schon besichtigt werden. Bei der Eröffnung des Henry-Dunant-Saales 2008 im DRK-Haus in Erkelenz und bei der Eröffnung des Solferino-Saales in der DRK-Unterkunft in Geilenkirchen 2009 (jeweils am 8. Mai) konnte DRK-Kreisvorsitzender Dr. Michael Vondenhoff die Gäste auf zahlreiche ausgestellte Exponate aufmerksam machen. Diese beiden Veranstaltungen wurden von Ausstellungen historischer Gegenstände begleitet.

Wer seine entsprechenden Fundsachen zur Ansicht beziehungsweise zur Ausleihe und Bewertung zur Verfügung stellen kann, sollte sich an die DRK-Geschäftsstelle, Andreas Schülbe, 02431/802124, wenden. Die DRK-Historiker sichten die Dinge sichten, archivieren sie und sorgen dafür, dass die Informationen der Nachwelt erhalten bleiben.