Waldfeucht: „Roche Krüz” erstrahlt in neuem Glanz

Waldfeucht : „Roche Krüz” erstrahlt in neuem Glanz

Der Aktionskreis Historischer Ortskern Waldfeucht hat rechtzeitig zum Frühjahrsanfang das Kreuz „Auf dem Wall/ Erdbrüggener Straße” wieder in Stand gesetzt. Das heißt, der Korpus hat einen Lackanstrich bekommen und das Kreuz wurde komplett erneuert.

Zudem brauchte der Aktionskreis einen Meter privaten Grund von einem Anwohner, um einen besseren Standort für das Kruzifix zu finden. Und das gelang auch. Für das Bereitstellen dieser Fläche ist der Aktionskreis dem Anwohner, der nicht namentlich genannt werden möchte, sehr dankbar.

Besonders freut sich der Aktionskreis darüber hinaus über das Mitwirken zahlreicher Waldfeuchter Bürger, die aktiv an die Gestaltung des Ortes mitarbeiten. Denn auch zur die Pflege des Kreuzes haben sich Anwohner bereit erklärt: „Denn man kann nicht alles dem Bauhof überlassen”, sagt der Sprecher des Aktionskreis, Heinz Otten. Schließlich wollen die Aktivisten noch weitere Kreuze wieder herrichten.

Zur Geschichte des Kreuzes: Das Kreuz „Am Wall/ Abzweigung Erdbrüggener Straße wird im Volksmund „Roche Krüz” genannt. Theodor Bischoffs errichtet das Denkmal 1866 anlässlich des Todes seiner ledigen Schwester Anna Sophia Bischoffs. Die Geschwister waren die Besitzer der „Bocketer Mühle”, einer Windmühle an dem Haus „Dampfmühle”.

Auch Theodor Bischoffs verstarb als Lediger im Jahre 1892, den Namen „Roche Deeke” verdankte er seinen Stiefvater Johannes Rochus Goerdts aus Obspringen, der 1808 die junge Müllerin Anna Maria Tillmanns, verwitwete Bischoffs, heiratete. Auf den beiden Sockeln zur Seite des Kreuzes standen vor dem Zweiten Weltkrieg die Statuen von Maria und Johannes.