Heinsberg-Kempen: Richtfest an der Kempener Bürgerhalle

Heinsberg-Kempen : Richtfest an der Kempener Bürgerhalle

Fast ein wenig versteckt hinter den Mauern des Klausenhofes und im Schatten des Chörchens wächst sie der Vollendung entgegen, die neue Kempener Bürgerhalle.

Das Dach ist schon gedeckt, die Fenster schon eingebaut und auch der künftige Eingang schon erkennbar.

So war es auch mehr ein symbolisches Richtfest ohne Richtkranz, zu dem der Kempener „Bauausschuss” die an der neuen Bürgerhalle beteiligten ehrenamtlichen Helfer, die Firmen sowie die Verwaltungsspitze der Stadt Heinsberg eingeladen hatte.

„Davon haben wir zwar bis vor zwei bis drei Jahren geträumt, aber die Hoffnung, dass wir so schnell eine Bürgerhalle bekommen würden, war sehr gering”, fasste Walter Geiser, Kempens Ortsvorsteher, die Emotionen in Worte und blickte zurück.

„Vor zwei Jahren tat sich plötzlich eine Chance auf, die sich zuerst noch als schwer realisierbar darstellte”, merkte er dazu an. Ansatzpunkt war das alte Pfarrheim - von den Vereinen immer noch als Notbehelf genutzt -, das vom Bistum für baufällig erklärt wurde. Für ihn war dies der Punkt, die Hebel anzusetzen.

Die Idee, im Zentrum von Kempen, im Verbund mit Kirche und Schule diese Halle zu etablieren, war geboren. Um das Projekt zu realisieren, mussten allerdings Kirchengemeinde, Bistum, Land und Stadt „gemeinsam an einem Strick ziehen”.

Hier machte Geiser Bürgermeister Josef Offergeld sowie dem Technischen Beigeordneten Siegfried Knarren ein Kompliment, denn ihrer geschickten Verhandlungsführung sei es zu verdanken, dass im September 2002 mit dem Bau der neuen Bürgerhalle begonnen werden konnte.

Beide hieß er an diesem Abend besonders willkommen. Ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit galt aber auch der Pfarrgemeinde mit Pfarrer Dr. Georg Giesen als Vorsitzenden des Kirchenvorstandes.

Geplant vom Bauamt der Stadt Heinsberg, mit fachlichem Können durch die beteiligten Firmen umgesetzt, dankte Walter Geiser besonders den Kempener Firmen für ihre Unterstützung, aber auch den rund 70 Helfern aus den Ortsvereinen, die sich bisher bei der zu erbringenden „Eigenleistung” engagierten.

Die Aufforderung des Bürgermeisters dazu hätten sich die Kempener nicht zweimal sagen lassen. Viele weitere stehen quasi noch in der „Warteschleife” und gewährleisten damit, dass auch die noch auszuführenden Arbeiten realisiert werden. „Ich freue mich über die Bereitschaft der Kempener, etwas für die Allgemeinheit zu tun”, so der Ortsvorsteher.

Ein besonderes Lob galt dem so genannten „Bauausschuss”, der den Einsatz der freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer koordiniert. Insbesondere Josef Schreinemacher, „der alle immer auf Trab hält”. Dazu gehören außerdem Helmut Hawinkels, Leo Louis, Ortsringvorsitzender Hans-Josef Peters und natürlich auch Ortsvorsteher Walter Geiser selber.

Ortsringvorsitzender Hans-Josef Peters stellte beim Richtfest bereits fest: „Das Bauobjekt Bürgerzentrum ist weit voran gekommen - es gibt kein zurück mehr. Vollendung und Nutzung sind vorprogrammiert. Es ist ein Prachtbau, genau auf den Ort Kempen mit seinem kulturellen Engagement und dem lebendigen Vereinsleben abgestimmt.”

Als neues Bürgerzentrum wird es mit Schule, Kirche, Pfarrheim und Klausenhof den Ortskern prägen. „Vor allem die Kempener Ortsvereine sind für das Geschaffene dankbar”, so Peters. Er hob besonders das Engagement des Ortsvorstehers Walter Geiser hervor.

„Erfolg ist nicht, was man im Leben für sich selbst erreicht, sondern was man für andere tut”, dankte er allen, die mit dazu beitragen, dieses Projekt zu realisieren.

„Vereine, Gruppen und Organisationen werden in Zukunft ihre Freude daran haben, aber auch noch Generationen nach uns werden den heute Verantwortlichen dafür dankbar sein”, blickte er mit Optimismus in die Zukunft.

Beflügelt durch die neue Bürgerhalle könne man weiter auf eine sinnvolle, effektive, kameradschaftliche und harmonische Vereinsarbeit hoffen, die der ganzen Dorfgemeinschaft und damit dem Ort zu Gute komme.