Erkelenz: Rettung erfolgt in letzter Sekunde

Erkelenz : Rettung erfolgt in letzter Sekunde

In letzte Sekunde gelang es der Erkelenzer Feuerwehr in der Nacht zum Montag, einen 64-jährigen Mann aus seiner brennenden Dachgeschosswohnung zu retten.

Dank des raschen Eingreifens der Drehleiterbesatzung konnte der Mann am Fenster geborgen werden - nur leicht bekleidet und mit nackten Füßen. „Es handelte sich nur um Sekundenbruchteile, ansonsten wäre jegliche Hilfe zu spät gewesen”, sagte Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens.

Gegen 2.55 Uhr heulten die Sirenen auf und jagten den Löschzug I zur Tenholter Straße. In dem vierstöckigen Gebäude war im Dachgeschoss das Feuer ausgebrochen. Nach dem Löschzug I mit den Löschgruppen Erkelenz-Mitte, Kückhoven, Venrath und Matzerath wurden die Löschgruppen Schwanenberg, Gerderhahn und Granterath sowie der Atemschutzcontainer des Kreises Heinsberg nachalarmiert. Insgesamt waren 72 Kräfte unter der Leitung von Linkens und den Abschnittseinsatzleitern Dirk Hartmann und Kurt Rütten im Einsatz.

Die Mitarbeiter der West-Energie, die von der Einsatzleitung angefordert wurden, waren nicht in der Lage, eine Kellertüre, die zum Hausanschlussraum führte, zu öffnen, weil diese von Mietern im Untergeschoss verbarrikadiert war. Nur mit Hilfe einer Schleifhexe konnte diese Türe geöffnet werden. Einzelne Brandnester wurden noch bis circa 8 Uhr abgelöscht.

Im Einsatz war auch der Baubetriebshof der Stadt Erkelenz, der die Tenholter Straße unentwegt mit Salz abstreute, da das Löschwasser sofort gefror.

Zurzeit prüft die Polizei, ob durch ein Fehlverhalten des Mannes der Brand ausgelöst wurde.

Der Dank der Wehr galt dem Hausmeister der Kreissparkasse, der ebenso wie der Versorgungszug Golkrath die Einsatzkräfte mit Getränken versorgte.