Erkelenz: Renovierung der Burg kostet 50.000 Euro

Erkelenz : Renovierung der Burg kostet 50.000 Euro

Der Verein „Freunde der Burg Erkelenz” hat es sich zum Ziel gemacht, das historische Gemäuer ins Bewusstsein der Erkelenzer zu bringen und mit Leben zu füllen. Darüber hinaus soll aber auch die wechselhafte Geschichte der Anlage aufgearbeitet werden.

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins wurde auch über ein Nutzungskonzept beraten, durch das die Burg in das kulturelle Leben der Stadt eingebunden werden soll. Mit dem Prinzenempfang sei schon ein guter Schritt in die richtige Richtung getan worden, betonte der Vorsitzende Peter Fellmin. Auch für Sommerfeste und Konzerte sei die Burg ein beliebter Veranstaltungsort.

Man müsse jedoch aufpassen, dass die Nutzung der Burg keine ungewollte Konkurrenz zur Stadthalle und zu Haus Hohenbusch schaffe, betonte auch der Schatzmeister des Fördervereins, Wolfgang Kurth.

Aufgrund der innerstädtischen Lage müsse auch auf den Lärmschutz geachtet werden, damit die Anwohner nicht in Mitleidenschaft gezogen würden. Die Ideen reichen von Dauerausstellungen, der Installation eines Cafés und Weihnachts- oder sonstigen Märkten auf der Burg.

Allerdings müssten viele der Ideen zuerst vom Rat und den entsprechenden Ausschüssen abgesegnet werden. Dies sollte jedoch gerade aufgrund der personellen Besetzung des Vereins kein großes Problem darstellen.

Klinkenputzen ist angesagt

Zuerst jedoch muss einmal in den Erhalt des Gemäuers investiert werden. So bedürfen das Dach und die teilweise in Mitleidenschaft gezogene Fassade einer Renovierung, wofür rund 50.000 Euro aufgetrieben werden müssen.

„Das heißt also Klinkenputzen”, erklärte Fellmin, auf dessen Betreiben hin sich der Verein im Januar 2009 gegründet hat. In einem Vortrag präsentierte er auch die ersten Ergebnisse seiner historischen Forschung über den Werdegang der Anlage, die zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde sie 1349. Man geht aber davon aus, dass sie schon vor der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1326 existiert hat. Die Bauzeit der Burg und der birnenförmigen Festungsanlage betrug rund 160 Jahre. Kaiser Karl V. soll bei einem Besuch der Stadt von einem „überaus befestigten Städtchen” gesprochen haben, erklärte Fellmin in seinem Vortrag.

Am 9. Mai 1674 schlug aber auch für die Erkelenzer Festung das letzte Stündlein, nachdem französische Truppen die Stadt eingenommen hatten.

Für eine weitere Aufarbeitung der Geschichte der Burg sucht der Verein noch alte Bilder und Material. Interessierte Bürger können sich bei dem Vorsitzenden Peter Fellmin unter der Mailadresse fellmin@arcor.de melden.