Regionalstelle schließt jetzt ihre Pforten

Regionalstelle schließt jetzt ihre Pforten

Kreis Heinsberg. „Als ich im Februar dieses Jahres von dem Plan, die acht Regionalstellen zu schließen, hörte, konnte ich mir noch nicht vorstellen, wie das geschehen soll.”

„Zu sehr sah ich unsere Regionalstellen und ihre Arbeit verwurzelt in den Gemeinden des Bistums. Und jetzt, fast am Ende des Jahres 2004 angelangt, schließen sich die Türen unserer Regionalstellen. Die Wehmut, die Tränen, die persönlichen Verwundungen und Enttäuschungen vieler bistümlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben dahinter zurück”, erklärte Regionaldekan Günter Meis in einer Botschaft zum Jahreswechsel.

Der Dekan dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Heinsberger Regionalstelle für die jahrelange gute und effektive Zusammenarbeit. Er hoffe, dass er mit der Hilfe vieler Heinsberger wichtige „Eigengewächse” der Region in die neue Zukunft hinein retten könne - auch wenn die neuen Aufgabengebiete der vier Büros der Regionaldekane noch im Zukunftsnebel liegen würden. Eine inhaltliche Aufgabenklärung soll erst im neuen Jahr erfolgen.

Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheiden aus dem Bistumsdienst aus, anderen liegen Angebote zum Wechsel in andere bistümliche Einrichtungen vor. Bernd Wolters, der seit 1.Januar 1998 die Regionalstelle in Heinsberg leitet, wird wahrscheinlich ins Generalvikariat nach Aachen wechseln, bestätigte er am Donnerstag auf Anfrage.

Angesichts der nun unmittelbar bevorstehenden Schließung der Regionalstelle sei die Stimmung verständlicherweise „schlecht”, so Wolters. „Eine gute Mann-frau-schaft wird zerschlagen. Was bleibt, ist Dank zu sagen für die gute Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen der 100 Pfarrgemeinden und in den Verbänden und Initiativen. Dank für das kollegiale und konstruktive Verhältnis zu den Hauptamtlichen in der Region Heinsberg. Und ebenso Dank für das vertrauensvolle Miteinander zu Pastoralrat, Katholikenrat, Dechantenkonferenz und den Gemeindeleitungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Regionalstelle und Forum wünschten sich für die Zukunft auch weiterhin „eine eigenständige Region Heinsberg”, so Wolters, „mit markanten Pfarrgemeinden und Verbänden, die ein lebendiges Bild unserer Kirche zeichnen”.

In Heinsberg bleibt 2005 noch das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung. Das Forum soll, so wurde vom Pastoralrat beschlossen, Räume im Haus der Region vergeben oder Geräte ausleihen, wie es bislang die Regionalstelle gemacht hat.

Ob es aber um Auskünfte zur Arbeit der Pastoral- und Katholikenräte, Unterstützung für pfarrliche Aktivitäten oder Zusammenarbeit mit Verbänden wie KAB geht: Als Ansprechpartner steht die Regionalstelle in Heinsberg ab 1.Januar nicht mehr zur Verfügung. Vielmehr werden sich die Ratsuchenden dann an das Büro der Regionaldekane wenden müssen, das in Mönchengladbach für die Regionaldekane von Mönchengladbach und Heinsberg seinen Sitz haben wird.

2006 soll das zusammengelegte Bildungszentrum in Mönchengladbach entstehen. Über das neue Dienstleistungs- beziehungsweise Verwaltungszentrum, das in die Region Heinsberg kommen soll, werden interessierte Kirchenvorstände bei einer Veranstaltung am 25. Januar im Haus der Region informiert.