Unterbruch: Regionaldekan Opfer von Einbrechern

Unterbruch : Regionaldekan Opfer von Einbrechern

„Den Schock wünsche ich keinem”, meinte am Montag der noch merklich mitgenommene Regionaldekan Günter Meis in einer kurzen Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung.

Zwischen Samstag abend und Sonntag morgen waren bislang unbekannte Täter zunächst in das Pfarrbüro an der Wassenberger Straße eingedrungen und brachen daraufhin in die darüber liegende Wohnung des Regionaldekans ein.


„Ich habe den Schock richtig tief sitzen. Heute spüre ich das noch mehr als gestern”, schilderte Meis das Gefühl, nachdem Fremde seine komplette Wohnung durchwühlt und damit auch seine Intimsphäre verletzt haben - ein Gefühl, das wohl jedes Opfer einer solchen Tat verfolgt.

„Ich habe keinen schwarzen Anzug mehr”

„Die Täter haben alle Schränke aufgebrochen”, so Meis wörtlich, „jedes Paar Socken umgedreht, ob nicht vielleicht Geld drin steckt”. Obwohl die Einbrecher keines gefunden hätten, wäre es nicht zu Vandalismus gekommen, „aber ich habe keinen schwarzen Anzug und kein T-Shirt mehr”, erzählte der Regionaldekan, der am Sonntag in der Messe bereits seine Pfarrgemeinde über das Geschehen informiert hatte.

So ungewöhnlich der Diebstahl der meisten Kleidungsstücke ist, so ärgerlich ist das Verschwinden etlicher Bilder und des ererbten Familienschmucks. „Darunter sind auch Bilder mit ideellem Wert”, bedauerte Meis die Unersetzbarkeit solcher Beutestücke.

Gestohlen wurden unter anderem auch Videorekorder, Uhren, das Konferenz-Laptop des Regionaldekans und 14 Flaschen Wein. Zusammenfassend meinte Meis, alles, was nicht niet- und nagelfest gewesen wäre, sei mitgenommen worden. Er ist überzeugt, die Täter hätten ihn gründlich „ausbaldowert”. Vermutlich seien die Diebe sogar mit einem Klein-Lastwagen angerückt, um die Beute abzutransportieren.

Aus dem Pfarrbüro verschwand der Computer und ein Regal wurde aufgebrochen.