Wegberg: Rat verweigert Entscheidung für neuen Investor

Wegberg : Rat verweigert Entscheidung für neuen Investor

Bürgermeisterin Hedwig Klein erklärte auf der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause auf Nachfrage des Grünen Markus Groß, dass derzeit sechs Investoren an einer Übernahme des St. Antonius Krankenhauses interessiert seien.

Die Konzepte seien sich sehr ähnlich und sähen einen Erhalt des Standortes vor. Allerdings sähen sie auch keine Aufrechterhaltung der Grund- und Regelversorgung vor. Favorisiert würde vielmehr die Altenbetreuung in einem größeren Umfange bei Aufrechterhaltung der ambulanten medizinischen Versorgung.

Zwei der Vorschläge hätten immerhin noch eine Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes mit rund 55 Betten für zwei Jahre durch „ein Krankenhaus aus der Nachbarschaft” eingeplant. Nun sei es am Rat, eine Vorauswahl zu treffen, nachdem die Verwaltung die Sondierungsgespräche geführt habe, betonte Klein. Dazu war jedoch eine Mehrheit des Rates im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung nicht bereit.

Einer Beschlussvorlage der Verwaltung, wonach der Rat bereit sei, auf die Grund- und Regelversorgung zu verzichten, folgten die Abgeordneten nicht. Vielmehr wurde die Verwaltung beauftragt, weitere Gespräche zu führen und die Ergebnisse, bevor eine Vorauswahl betroffen und externer juristischer Rat eingeholt werden könne. Geprüft werden solle auch, ob die Stadt den Betrieb der Altenpflege übernehmen könne.

Geprüft werden müsse auch, ob ein Verkauf des Geländes in Frage käme. Derzeit besteht mit der St. Antonius Holding ein Erbrechtsvertrag. Einigkeit bestand darüber, dass sich der derzeit in Haft befindliche Klinikeigentümer Dr. Arnold Pier und eventuelle weitere Gesellschafter der Holding vollständig zurückziehen müssten. So geht das Ringen um den Erhalt des Standortes in eine weitere, vielleicht entscheidende, Runde.