Ran ans Grün: Jetzt den Garten putzen!

Ran ans Grün: Jetzt den Garten putzen!

Grambusch (an-o) - Wer in diesen Tagen jemanden anruft, braucht Geduld: "Moment, der ist im Garten." Bei diesem Prachtwetter wuselt jeder, der ein Fleckchen Grün am Haus hat, auf seiner Scholle. Was kann man falsch machen? "Nix machen", sagt der Fachmann. Also: Ran ans Grün!

"Jetzt ist die große Zeit des Aufräumens und des Säuberns im Garten", sagt Kleo Montforts. Er ist Baumschulmeister im Gartenbaubetrieb Friedhelm Morjan in Grambusch. Weiß also, wovon er spricht. "Von März bis April Pflanzzeit für alle winterfesten Gartenpflanzen."

Winterhart müssen die Gewächse sein, denn die Eisheiligen Mamertus, Pankratius und Servatius können auch im Mai (13. bis 15.) noch einmal Frost in den Boden bringen.

Außerdem ist die Zeit, in der Gehölze und Stauden noch ruhen und deshalb herunter geschnitten werden können. "Rosen zum Beispiel sollten jetzt im Frühjahr bis auf eine Handspanne zurück geschnitten werden. Sonst verkahlen sie von unten", weiß der Fachmach. Auch an Hecken ist jetzt noch der Pflegeschnitt möglich. "Aber nicht bis auf den Stock runter", rät Montforts nachdrücklich. Allerdings sollten Hecken bald auch im Privatgärten nicht mehr bearbeitet werden, damit die Vögel in Ruhe ihre Nester bauen und später brüten können.

Mit Parafinöl spritzen

Wie ist es mit gießen? Der Februar war ziemlich trocken. "Gießen erst, wenn die Wachstumsphase beginnt", rät Montforts. Der Winter war diesmal ja im Vergleich zu den Vorjahren recht streng. Gute Hoffnung, dass die Schädlinge durch die Kälte erledigt wurden? Der Baumschulmeister winkt ab: "Wohl kaum: Schädlinge wissen, wann Winter ist. Nur wenn die Kälte früh oder extrem spät kommt, werden die Eier oder die Puppe überlistet". Und was kann man jetzt gegen die Schädlinge tun? "Mit Parafinölen spritzen. Das hilft." Pflanzen, die von Pilzen befallen sind, sollte man jetzt mit Kupfer bespritzen. "Das ist auch gut für die Obstbäume, es hält den Krebs am Geäst auf", sagt Montforts.

Was ist mit Düngen? "Natürlich kann man denn schon Boden mit organischen Substanzen nähren." Organisch. Nicht mit biologischen Mitteln? Da lacht Kleo Montforts: "Organische Dünger wie Rizinusschrot, Hornspäne oder Guano sind natürlich biologische Dünger. Aber wo ,rein biologischÕ draufsteht, ist oft nicht viel Biologisches drin."

Kommen wir zum Rasen: Kann man da, soll man da jetzt schon was machen? "Jetzt sollte man den Rasen kalken."

Warum Kalk auf den Rasen bringen? Montforts: "Dadurch wird der ph-Wert angehoben, der Boden säuert nicht mehr so stark." Ach. Und wenn nun doch mehr Moos als Grashalme den Rasen zieren? Da meldet sich der "Chef" Friedhelm Morjan selbst zu Wort: "Als Erstes Eisensulfat aufbringen. Dadurch wird das Moos schwarz und stirbt ab. Dann, zweitens, vertikotieren. Und anschließend, drittens, düngen und eventuell Rasen nachsäen. Genau in dieser Reihenfolge."

Jetzt auf Trab sein

Wer seinen Garten auf Vordermann bringen will, muss jetzt auf Trab sein. Aber die Arbeit in der Natur macht ja auch Spaß, oder? Und wennÔs in ein paar Wochen schön grünt und prächtig blüht, dann weiß man auch, wofür man sich all die Mühe angetan hat: Es ist einfach schön zum Gucken. Hat sich gelohnt!