Pusch will Ansprechpartner für Bürger bleiben

Pusch will Ansprechpartner für Bürger bleiben

Kreis Heinsberg. Als hauptamtlicher Landrat will er im Falle seines Wahlsieges Ansprechpartner für die Bürger bleiben und seine als Rechtsanwalt erworbene Dienstleistungsmentalität auch in diesem Amt umsetzen.

Stephan Pusch (35) aus Hückelhoven, der CDU-Kandidat für den Führungsposten im Kreishaus, fühlt sich der von ihm angestrebten Aufgabe gewachsen, wie er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum Wahlkampfauftakt in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Heinsberg erklärte.

Sein Programm als Landratskandidat sei „weitestgehend deckungsgleich” mit dem Programm der CDU auf Kreisebene, sagte Pusch.

Die CDU und Landrat Karl Gruber, der bekanntlich nicht mehr antreten wollte, hätten Hand in Hand in den vergangenen fünf Jahren eine Reihe von Erfolgen verbucht, die fortgeführt werden sollen. Pusch nannte an erster Stelle die Fusion der Kreiswerke mit WLK zur West.

Damit seien das Unternehmen und die Gewinne aus dem Energiesektor gesichert worden - zur Entlastung der Kommunen von den Kosten des Öffentlichen Personennahverkehrs und zur langfristigen Absicherung der Arbeitsplätze.

Pusch sprach auch die Stabilisierung der Hausmüllgebühren bis zum endgültigen Übergang in die Verbrennung Mitte 2005 an sowie die Verbesserung der bürgernahen Verwaltung unter anderem durch die Errichtung des Bürger-Service-Centers, die Stärkung der Versorgung der Schulkinder durch Investitionen in die Schulen und die bessere Betreuung von Hilfe suchenden Jugendlichen vor Ort durch die Dezentralisierung des Kreisjugendamtes.

Pusch stellte ebenso den soliden und sparsamen Umgang mit den Haushaltsmitteln heraus. Trotz zusätzlicher Aufgaben und tariflicher Gehaltssteigerungen seien die Personalkosten rückläufig.

Was strebt Pusch an? Er will bezahlbaren ÖPNV aufrechterhalten durch die Beschreitung neuer Wege wie mit dem Projekt „MultiBus”. Die Region solle durch die Ansiedlung von Betrieben, aber auch durch ein verbessertes Angebot als Naherholungsgebiet gestärkt werden.

Es gelte, die Interessen über Aachen hinaus in die benachbarten Niederlande und in Richtung Mönchengladbach (Rheinschiene) auszurichten. Pusch befürwortet den Bau von Umgehungsstraßen (B221n, B56n) und eine sinnvolle Folgenutzung für die Mülldeponien. Er will sich dafür einsetzen, dass die Versorgung durch Kindertagesstätten und Altenpflegeeinrichtungen ebenso Bestand behält wie die regionale Krankenhauslandschaft. Und er fordert eine stabile Polizeipräsenz vor Ort und stabile Kosten für Wasser.

„Die Probleme des Mittelstandes und des Handwerks kenne ich aus erster Hand”, so Pusch. Neue Aufgaben würden dem Kreis und den Kommunen durch die Hartz-Gesetze vom Bund aufgebürdet. „Hier gilt es, die verbleibenden Ermessensspielräume zum Wohle des Bürgers auszulegen und soziale Härten zu vermeiden.”