Erkelenz/Kreuzau: Publikum springt begeistert beim Auftritt von den Sitzen

Erkelenz/Kreuzau : Publikum springt begeistert beim Auftritt von den Sitzen

Die fünf Jungs von „Hätzblatt” kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie am Sonntagabend, um 22.04 Uhr als Sieger der „Närrischen Hitparade 2008” des WDR verkündet wurden.

Mit dem sportlichen Stimmungshit „Nordisch Walking” hatten sich Manni Bauer aus Kreuzau und seine Bandmitglieder Chris, Wolli, Marco und Arnold bereits in der Vorrunde als eine von sechs Bands in das jecke Finale eingesungen und damit bewiesen, dass ihnen nicht nur in Kreuzau und Erkelenz größere Fangemeinden den Rücken stärken. Doch dann freuten sie sich riesig, als ihnen die Moderatoren Marita Köllner und Gisberth Baltes das „Goldene Mikrofon” überreichten.

Alles andere als siegessicher zeigten sich die fünf, die um Fastelovend bis zu neun Auftritte an einem Tag absolvieren, bei ihrem letzten musikalischen Durchlauf vor der großen Show. „Die sind alle ziemlich gut”, äußerte sich Keyboarder Chris über die fünf anderen Finalisten. Die Wettbewerber mussten neben dem eigenen Lied auch einen bekannten Karnevalshit zum Besten geben.

Als „Hätzblatt” mit dem Song „Schön ist das Leben” als erste Gruppe ins Abendprogramm startete, sprangen nicht nur die Zuschauer von den Sitzen auf: „Ich bin enttäuscht, weil ich nichts zu meckern habe”, gab Musikproduzent und Jurymitglied Jürgen Triebel nach dem Auftritt zu.

Das Preisgericht, das durch die WDR4-Chefin Rena Pieper, Moderatorin Susanne Wieseler und Musiker Wicky Junggeburth ergänzt wurde, durfte nur zur Hälfte den Sieger auswählen. Gleichermaßen Anteil an der Entscheidung hatten die Fernsehzuschauer sowie die WDR4-Hörerer. Obwohl die Band aus Kreuzau und Erkelenz bereits im Jahr 2002 den ersten Platz der „Närrischen Hitparade” belegt hatte, wuchs bei den Finalisten kurz vor Betreten der Bühne die Nervosität.

„Damals haben wir bei unserem Auftritt eine wahnsinnige Euphorie verspürt”, erklärte Sänger Manni. Wenngleich sie nach eigenen Angaben in diesem Jahr vor allem getreu dem Motto „Dabei sein ist alles” antreten wollten, behauptete sich die Gruppe entschieden gegen starke Gegener wie die „Kölsche Bengels” aus Rösrath und „Siene Puttkers” aus Hövelhof, die den zweiten und dritten Platz belegten.

Am Ende hielten die überaus glücklichen „Hätzblatt” die begehrte goldene Trophäe in den Händen und bewiesen damit nicht nur, gute Musiker zu sein, sondern auch, dass die Euphorie vom letzten Sieg noch längst nicht abgeklungen ist.