Berlin: Promi-Geburtstag vom 18. Januar 2017: Angelique Kerber

Berlin : Promi-Geburtstag vom 18. Januar 2017: Angelique Kerber

Die Generalprobe in Australien hat sie verpatzt: Bei zwei Turnierteilnahmen ist Angelique Kerber früh ausgeschieden. Bei den Australian Open aber werden die Karten neu gemischt.

Auch wenn das Auftakt-Match gegen die Ukrainerin Lessia Zurenko mühsam war. Bei ihrer Melbourne-Rückkehr quälte sich die deutsche Tennisspielerin in die zweite Runde.

An ihrem 29. Geburtstag ging es in der zweiten Runde nun gegen die Hamburgerin Carina Witthöft. Es wurde ein sehr mühsamer Dreisatzsieg. Ein bisschen Geburtstagsstimmung kam dennoch auf: Die Zuschauer in der Rod-Laver-Arena sangen für Kerber nach ihrem Erfolg „Happy Birthday”.

Schon als Schülerin galt die Norddeutsche mit den polnischen Wurzeln als Hoffnungsträgerin im deutschen Tennis, doch erst im letzten Jahr gelang ihr mit dem Finalsieg in Melbourne der lange erhoffte Triumph. Im Finale gegen Serena Williams spielte Kerber überragend, traf fast alles und war noch bissiger als die Weltranglisten-Erste aus den USA.

Seit den Zeiten von Steffi Graf gab es einen solchen Erfolg nicht
mehr für das deutsche Damen-Tennis. Es war nur der Anfang einer
sensationellen Saison, in der Kerber die Finals in Wimbledon
und bei Olympia erreichte, die US-Open gewann, Williams als Nummer
eins ablöste und noch ins Endspiel der WTA-Finals einzog.

„Am Ende des Jahres war ich platt von der Reiserei und den Turnieren.
Ich bin ja immer so weit gekommen”, erzählte sie Mitte November bei
einem Showmatch jungen Fans. Außer vielen Pokalen heimste die stets
bescheiden und freundlich auftretende Kerber noch Auszeichnungen wie
den Bambi ein, der Tennis-Weltverband ITF kürte die Linkshänderin
zur diesjährigen Weltmeisterin.

Michael Stich sieht auf Angelique Kerber allerdings ein schweres Jahr zukommen. „Körperlich und mental ist es sehr hart, sich nach einem solchen Jahr, wie sie es hatte, wieder neu zu motivieren”, sagte Stich in einem Interview des „Hamburger Abendblatts”. „Das weiß ich aus eigener Erfahrung, ich habe das bekanntlich nicht geschafft”, sagte der Wimbledonsieger von 1991.

(dpa)