Heinsberg/Dremmen: Prinzenpaar mit einigen Verfehlungen

Heinsberg/Dremmen : Prinzenpaar mit einigen Verfehlungen

„Unauffällig, so wird er von vielen gern beschrieben. Da fragt sich mancher: Was hat ihn nur dazu getrieben?

Ich glaube, es ist einfach nur die Lust am Leben und der Spaß, den Menschen Freude mit auf den Weg zu geben. Als Nesthäkchen seiner Familie war er früher wohl bekannt, doch seit dem 11.11. hat er die Zügel fest in seiner Hand.

Früher haben ältere Schwestern auf ihn aufgepasst, auch wenn er damals dieses hat gehasst. Eine seiner Schwestern er heut an seiner Seite zeigt, als Prinzessin sie ihn begleitet, in einem wirklich tollen Kleid”, stellte „Drömmer Hahn” und Sitzungspräsident Wolfgang Weintz den Narren das Prinzen- und Geschwisterpaar, Prinz Stefan I. und Prinzessin Margot (Jöris) vor.

Doch bevor er noch weitere Geheimnisse über die Tollitäten und die Adjutanten Andrej Janezic und Michael Küsters lüftete, bedeute der Beginn einer Proklamation stets auch Abschied zu nehmen.

„Ihr habt es verstanden, den Karneval in die Herzen zu tragen und ihr habt gezeigt, was Jugend bedeutet”, bedankte sich Wolfgang Weintz beim scheidenden Prinzenpaar, Prinz Sascha I. (Schumacher) und Prinzessin Nicole (Arnoldussen) für deren herzliche Regentschaft über das Drömmer Narrenvolk.

Und nun war es für Prinz Stefan I. und Prinzessin Margot soweit, dass Wolfgang Weintz so manche „Verfehlung” ans Licht brachte und meinte: „Ihr Spitzname neuerdings lautet Prinzessin Gummibär, denn im Ort erzählt man sich eine wahre Mär, dass sie, sobald sie Gummibärchen sieht, sich von den Rudeltieren angezogen fühlt.

Zurück zum Stefan, diesem Bären von einem Mann, dem so mancher nicht das Wasser reichen kann. Für ihn ist es mit den Weihnachtsbäumen eine Plage, gekauft und im Netz verstaut bringt es ihn in Rage, wenn er in seiner Wohnung einen Platz gefunden und nicht genau weiß, wie man den Baum gebunden”, verriet Wolfgang Weintz so manches kleine Malheur.

„Ich wünsche ihnen und euch alle hier im Zelt, vergesst für einige Stunden die Sorgen dieser Welt. Macht mit, seid lustig, freut euch und feiert zusammen Karneval, dann weiß jeder im Heinsberger Land: Die Hahne sind wieder raus aus ihrem Stall”, rief der Sitzungspräsident aus und proklamierte das Prinzenpaar mit Zepter, Orden und Blumenstrauß.

Serviert wurde den bunt kostümierten Narren hiernach ein fein abgeschmecktes Menü, dessen Hauptgänge natürlich die vielen Eigengewächse waren. Mit der kleinen 31-köpfigen Showtanzgruppe, sagte Wolfgang Weintz mit Heidi, der schnellsten Maus von Mexiko sowie Jim Knopf eine „Kinderstunde im Fernsehen” an.

Ebenfalls für Furore sorgten das kecke achtjährige Tanzpärchen Eva Teixeira und Andreas Weintz sowie die Tanzgarde und Tanzmariechen Stephanie Heinrichs. Volltreffer in der närrischen Bütt waren Heini Mercks, Fritz Esser, Herbert Koch sowie das humoristische Duo Volker und Gerd. Die 70-er Jahre mit Abba und Boney M. holte die Showtanzgruppe „Twister” auf die Bühnenbretter.

Ein weiterer Höhepunkt der Kostümsitzung war auch der Besuch der Gastgesellschaften, in dessen Namen Konrad Bohnen vom Komitee Heinsberger Karneval die Verleihung des Ehrenzeichens an Ralf Herberg vornahm sowie den Komiteeorden an Prinz Stefan I. und Peter Knoben (1. Vorsitzender) übereichte.

Hohen Besuch gab es auch vom Stadtprinzenpaar, Prinz Christian II. und Prinzessin Anni (Heuter), der „Kemper Gröne”, die mit großem Gefolge angereist waren.

Nicht fehlen durfte natürlich die Comedygruppe „Rosa Lecker”, die mit ihren musikalischen Parodien die Zuschauer mitriss. Ohne Zugabe kamen „De Kellerjonges”, die mit „kölsche Tön” das Finale bestritten, nicht von der Bühne.