Preisträgerkonzert: Junge Musiker begeistern

Preisträgerkonzert: Junge Musiker begeistern

Kreis Heinsberg. Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert” hat nun erstmalig auch Heinsberg in den Blickpunkt gerückt.

Nach den Ausscheidungswettkämpfen 14 Tage zuvor fand nun eines der beiden Preisträgerkonzerte in der Stadthalle der Kreisstadt statt. 21 erste Preisträger, die sich mit einer Weiterleitung auch für den Landeswettbewerb vom 21. bis 26. März in Köln qualifiziert hatten, konzertierten in Heinsberg.

Auch wenn die akustischen Gegebenheiten in der weitläufigen Begegnungsstätte nicht unbedingt die besten waren, so fieberten mit ihnen neben den Angehörigen zahlreiche Ehrengäste, applaudierten stürmisch und wünschten den jungen Musikern für Köln vor allem gute Nerven.

Eins steht fest: Ein Großteil hat das Zeug dazu weiterzukommen. Neben der Tagesform sind die Nerven entscheidend.

Bestechende Asse im Ärmel

Mit Anja Backus beziehungsweise Tamara Peters, begleitet von Frank Ollertz, hat die Jugendmusikschule Heinsberg zwei bestechende Asse im Ärmel. Ihre Beiträge aus Die Schöne und das Biest beziehungsweise Jesus Christ Superstar erfreuten sich begeisterten Anklangs.

Aber auch die Bergheimerin Victoria-Maria Ehrmanntraut und ihr Beitrag aus A Chorus Line war nicht ohne. Die Heinsberger Jury war von diesen Teilnehmern geradezu begeistert, und vielleicht findet sich demnächst die eine oder andere Teilnehmerin in einem Musicalensemble.

Aus Aachen, Roetgen, Stolberg, Würselen, Düren waren die Preisträger angereist und verstärkten die Heinsberger, die von der Kreismusikschule Heinsberg beziehungsweise der Jugendmusikschule Heinsberg kamen. Dabei handelte es sich um Malte Milatz, Gitarre, der Heitor Villa Lobos spielte, Miriam Weuthen aus Orsbeck, Querflöte, die von Theo Krings begleitet wurde bei Bachs Adagio aus der Sonate E-Dur, und Tristan von den Driesch aus Pütt, der mit einem glänzenden Konzert von J. E. Kozeluh aufwartete.

Viele der jungen Musiker spielten auswendig und frei. Dem kleinen Stolberger Maximilian Otto-Keinke leistete Bruder Alexander am Klavier beste Gesellschaft.

Fast die magische Höchstpunktzahl erreicht

Für besondere Furore neben den Musicalsternchen sorgte die Gitarristin Nadine Zaborova (Aachen) und ihr Jongo von Paulo Bellinati.

Michael Kelleter, Aachen, auf der Klarinette mit Préludes von Lutoslawski sowie Hornist Thomas Bierfeld aus Düren, beide begleitet von der Japanerin Yoko Takahashi, waren mit erzielten 24 Punkten neben Nadine Zaborova und Tamara Peters ebenfalls mit 24 Punkten nahe an der magischen Höchstpunktzahl.

Es trat auch die kleine Türkin Bahar Özdemir aus Aachen mit einem heimatlichen Gitarrenstück auf. Zuweilen ließen sich die Duos, also auch die Begleitung, benoten.

Das war bei Edna Goeke, Blockflöte, und Parya Jafari, Klavier, aus Roetgen beziehungsweise Aachen, sowie Julia Vieten, Querflöte, beziehungsweise Anna Nießen, Klavier, aus Erkelenz beziehungsweise Heinsberg, der Fall.

Zum Vortrag kam nicht nur die große Literatur namhafter Komponisten, sondern auch typische, dafür aber nicht kinderleichte Altersstücke wie der Fledermaus Swing, der Eichhörnchen-Step oder Grastänzer. Das sorgte für zusätzliche Abwechslung dieses Patchwork-Konzerts, wie Theo Krings meinte, von zweistündiger Dauer.