Praktische Einblicke am Bauxhof

Praktische Einblicke am Bauxhof

Erkelenz (an-o) - Zu einem Informationsbesuch weilten bis Mittwoch zehn Professorinnen und ein Professor aus der russischen Föderation zwei Tage in Erkelenz. Sie wollen in ihrem Land die sozialpädagogische Ausbildung der Studenten verbessern und unterrichteten sich hier über die Praxisarbeit.

Die russischen Professorinnen und der Professor stammen aus sieben Universitäten, unter anderem Wolgograd und Saratov, und halten sich einige Wochen in Westeuropa auf. Ein von der EU initiiertes Projekt im Rahmen eines West-Ost-Transfers soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, die Ausbildung der sozialpädagogischen Fachkräfte in Russland zu verbessern. Bei ihren Besuchen wurden sie von den Fachhochschulen Nijmegen, Arnheim, Ahaus und Mönchengladbach betreut.

Professor Dr. Dieter Schüpp aus Mönchengladbach begleitete die Damen und den Herrn auch nach Erkelenz, wo ihnen vom Jugendamtsleiter Rolf Langenbach, Sachgebietsleiter Claus Bürgers und Stadtjugendpfleger Thomas Weber die vielfältigen Aufgaben eines kommunalen Jugendamtes mit Fallbeispielen und durch den Ersten Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen die Integration von Spätaussiedlern in Vorträgen vorgestellt wurden.

Bei einem Treff mit Jugendlichen im Bauxhof wurde mit ihnen gekocht und gemeinsam gegessen, es gab Gespräche und Erläuterungen des Streetworkers Andreas Priesterath über seine Arbeit.

Offizielle Begrüßung

Dr. Gotzen begrüßte gestern die Gäste offiziell in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Erwin Mathissen und gab ihnen einen Überblick über die Stadt. Er betonte die Ehre, mit einem Erfahrungsaustausch zur Verbesserung der Ausbildung in Russland beitragen zu können. Die Pädagogen lernten dann auch noch das evangelische Jugendzentrum "ZaK" und das katholische "Katho" kennen und erhielten dort Informationen über Angebotsschwerpunkte und Konzepte.