Praktikanten schnupperten Einsatzluft

Praktikanten schnupperten Einsatzluft

Kreis Heinsberg. Erfolgreich schlossen Britta Mundt, Susann Pastwar und Tobias Storms, alle Schüler des Kreisgymnasiums Heinsberg, ihr Betriebspraktikum bei der Kreispolizeibehörde ab.

Nach vielen Jahren bot die Kreispolizei wieder ein solches Praktikum an. Die jungen Teilnehmer waren begeistert. Sie wollen sich unbedingt um eine Einstellung in den Polizeidienst bemühen.

Im Streifenwagen mitzufahren und die Ermittlungen zu verfolgen, sei ein besonderes Erlebnis gewesen, meinten alle drei. Zum Beispiel waren sie bei einer Geschwindigkeitskontrolle dabei.

Hier wurden ihnen auch die umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen, die die Polizei zu ihrer eigenen Sicherheit benötigt, erklärt.

Günther Hamacher, Chef der Kreispolizeibehörde, betonte, dass es natürlich auch Risiken in sich berge, einen Praktikanten mitzunehmen.

Es sei ausgemacht gewesen, dass im Ernstfall, wenn die Sicherheit des Praktikanten in Gefahr gewesen wäre, er aussteigen müsste und die Kollegen über die Leitstelle den Ort durchgäben, so dass ein anderes Fahrzeug ihn hätte abholen können, aber das sei zum Glück nicht passiert.

Auch datenschutzrechtliche Aspekte hätten berücksichtigt werden müssen, so Hamacher. Doch die Praktikanten seien nur sehr begrenzt an Daten herangekommen und zudem zum Stillschweigen verpflichtet worden.

Neueinstellungen erfolgen bei der Polizei des Landes nur für den gehobenen Dienst, das heißt Voraussetzung ist das Abitur oder die allgemeine Fachhochschulreife. Der Nachwuchs soll nun aus Schülern und Schülerinnen der Oberstufe gewonnen werden.

Norbert Schröders, Einstellungsberater bei der Kreispolizei, war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, darum sei beabsichtigt, zielgruppenorientiert auch Schülern und Schülerinnen anderer Schulen der Sekundarstufe II ein Praktikum anzubieten.

Dreiteilige Aufnahmeprüfung

Im Jahr könnten jedoch wegen der begrenzten Kapazitäten maximal zwei Praktika mit jeweils drei bis vier Schülern stattfinden. Um Chancengleichheit zu gewähren, sollen alle in Frage kommenden Schulen turnusgemäß berücksichtigt werden.

Besonders ein Tag beeindruckte Britta, Susann und Tobias, und zwar der 28 Januar. Sachbearbeitung Ermittlungsdienst, Eigentumsdelikte, Rauschgiftkriminalität und auch der Erkennungsdienst standen auf dem Programm.

Am Nachmittag konnten sie mit einem Diensthundeführer sprechen und zum ersten Mal auch eine Polizeipistole in der Hand halten, um auf Scheiben zu schießen.

Ein anderes Tagesprogramm führte in das Polizeiausbildungsinstitut Linnich. Dort kämen die drei wahrscheinlich auch hin, wenn sie die Aufnahmeprüfung beständen.

Sie umfasst einen theoretischen Teil mit Intelligenztests, einen praktischen mit Sport und einen Tag mit Rollenspielen. Günther Hamacher empfahl den Dreien, sich ganz genau darauf vorzubereiten.

Der diesjährige 13. Schuljahrgang kann sich noch bis April bewerben.