Mönchengladbach/Köln: Polizei-Gewerkschaft: Fußball-Sonderzüge sind kein rechtsfreier Raum

Mönchengladbach/Köln : Polizei-Gewerkschaft: Fußball-Sonderzüge sind kein rechtsfreier Raum

Für die Sicherheit in Fußball-Sonderzügen ist nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor allem das Unternehmen verantwortlich, das die Fans befördert. „Wir fahren nicht mit, das ist nicht unsere Aufgabe”, sagte der GdP-Landeschef NRW, Arnold Plickert, der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Als Veranstalter sei das Bahn-Unternehmen zuständig - „entweder mit eigenem Personal oder mit einem angemieteten Sicherheitsdienst”, sagte Plickert der Deutschen Presse-Agentur in Köln. „Das ist immer eine Kostenfrage. Da verzichtet man vielleicht als kleineres Bahn-Unternehmen auch schon mal”. Sonderzüge seien aber kein rechtsfreier Raum, sagte Plickert.

Ein gesuchter 30-Jähriger aus Mönchengladbach soll in der Nacht zum Sonntag eine junge Frau in einem privat gecharterten Fußball-Sonderzug eines Schweizer Anbieters sexuell missbraucht haben.

Nach Angaben Plickerts kontrolliert meistens die Bundespolizei Fanzüge wie die Bahn mit den Gladbach-Fans bei Abfahrt und Ankunft. „Wir brauchen mehr Personal bei Bundes- und Landespolizei”, forderte Plickert, schränkte jedoch ein: „Aber auch wenn wir es hätten, würden wir es nicht in die Züge packen. Wir sind dort nicht die Hausherren.”

(dpa)
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