Erkelenz: Planspiel für Schulen: Verlauf überrascht die Organisatoren

Erkelenz : Planspiel für Schulen: Verlauf überrascht die Organisatoren

Als kürzlich beim Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg in der Erkelenzer Stadtverwaltung das Angebot der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW” eintraf, an einem Planspiel weiterführender Schulen ab Klasse zehn teilzunehmen, informierte er sofort die Schulen.

Antwort kam allerdings, so der Beigeordnete, nur vom Cusanus-Gymnasium, dessen Klasse 10 jetzt mit 26 Schüler teilnahm. Ziel des Spieles „Fläche nutzen statt verbrauchen” ist, junge Menschen für das Thema Flächenverbrauch zu sensibilieren, aber auch die Arbeit der ehrenamtlichen Bürger in kommunalen Räten kennen und besser verstehen zu lernen.

Dazu gab es fiktive Vorgaben, die abzuarbeiten waren. So bekamen die Mitwirkenden der Politik-Arbeitsgemeinschaft unter ihrer Lehrerin Heike Engelmann das Szenario einer rheinischen Stadt, in der ein deutschlandweit tätiger Konzern ein weiteres Verkaufszentrum für Unterhaltungselektronik einrichten wollte, dazu aber verschiedene Bedingungen stellte und die benötigte Fläche umzuwidmen war.

Die Schüler wurden in einer Fraktionssitzung mit den fiktiven Fakten vertraut gemacht, wählten einen Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende verschiedener Parteien und begannen mit der Arbeit. Schließlich trugen die Fraktionsvorsitzenden in einer gemeinsamen Ratssitzung ihre Beschlussempfehlungen und die Stellungnahmen der Fraktionen vor und die Abstimmung bildete dann den Schlusspunkt.

Dass trotz zeitweilig unterschiedlicher Vorstellungen schließlich die einstimmige Zustimmung zum Vorhaben des Antragstellers dabei herauskam, wunderte eigentlich allenfalls eine Mitarbeiterin der Landesarbeitsgemeinschaft. Lurweg, der das Projekt beratend begleitet hatte, meinte nur lakonisch: „Das kommt in Erkelenz auch schon mal vor!”