Gangelt: Persönliche Worte zum Schluss an Tholen

Gangelt : Persönliche Worte zum Schluss an Tholen

Schelte von der SPD hat es im Rat weniger für die Politik der CDU in Gangelt gegeben, sondern vielmehr für deren personelle Probleme.

„Von Fairness und Anstand sind einige von Ihnen weit entfernt”, warf der Fraktionsvorsitzende der SPD, Cornelius Formen, den Christdemokraten vor und sprach dabei die Unstimmigkeiten, die die Wahl des Bürgermeisterkandidaten angehen, innerhalb der Partei an. „Bei Ihnen laufen gewählte Bürgervertreter mit Schaum vor dem Mund von Haus zu Haus, wollen die Opposition animieren, etwas gegen Ihre eigenen CDU-Parteifreunde zu unternehmen.”

Positiv hob Cornelius Formen den Haushalt, der von der SPD mitgetragen wird, hervor. „Aber eine sehr wichtige Einrichtung fehlt, und zwar ein Sportplatz für den Schulsport”, mahnte er und forderte den Bürgermeister auf, „Möglichkeiten zu suchen, um solche ein Projekt zu realisieren”. Anstatt Bürgerhäuser zu bauen oder den Rodebach für 300.000 Euro zu renaturieren, hätte man längst dieses Vorhaben in die Tat umsetzen können.

Lobende Worte fand der SPD-Fraktionsvorsitzende für die Einnahmesteigerung im Freibad, an der die SPD mit der Behindertentoilette und der Warmdusche wesentlichen Anteil habe.

Von einer „höchst unbefriedigenden” Situation sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Helbig: „Die offenbare Konzeptlosigkeit der gesetzgebenden Institutionen, sprich Bundestag und Landtag, verdammt uns dazu, kurzfristig zu reagieren statt langfristig zu agieren.” Genau wie Formen kritisierte er, dass die Schüler „keine Möglichkeit haben, außerhalb der Halle Sport zu treiben. In Richtung Bürgermeister beantragte er deswegen, Finanzierungsmodelle auszuarbeiten. Dabei fiel auch das Wort Leasing, das in die Überlegungen miteinbezogen werden solle. „Nicht nur Mediziner und Psychologen, sondern der gesunde Menschenverstand gebietet, dass Sportunterricht besonders bei der heutigen bewegungsarmen Jugend ein Muss ist.”

Persönliche Worte richtete der Fraktionsvorsitzende an Bürgermeister Bernhard Tholen nach der Haushaltsrede: „Mir sind in meinem Leben nicht viel Menschen begegnet, die unter einem vergleichbaren Druck, wie du ihm ausgesetzt warst, noch so gute Arbeit geleistet haben.” Wenn er sich zwischen einem Heiligen und einem Manager für diese Gemeinde entscheiden müsste, würde er den Manager wählen.