Heinsberg/Japan: Per Roller 1100 Km zu Roman Viazovskiy

Heinsberg/Japan : Per Roller 1100 Km zu Roman Viazovskiy

„Unglaublich!” - so die erste Reaktion von Roman Viazovskiy nach der Rückkehr von einer zweiwöchigen Tournee durch Japan.

„Unglaublich! Phänomenal!”- so auch das nahezu durchgängige Echo der japanischen Kritiker und Fachpresse auf die Konzerte des Gitarristen aus dem Grenzland. Tokuyama, Osaka, Fukuoka, Fukushima, Sapporo und Tokyo waren die Stationen der Konzerttour.

Organisiert vom größten Japanischen Fachverlag für Gitarre und einem renommierten Gitarrenhersteller, war die diesjährige Tour bereits Roman Viazovskiys dritte Reise in das Land der aufgehenden Sonne. 1999 hatte er den Tokyoter Gitarrenwettbewerb, einen der wichtigsten weltweit, gewonnen und wurde in der Folge zu ersten Konzerten eingeladen.

Publikum mit toller Resonanz

In diesem Jahr waren nun die „ganz großen und wichtigen” Konzertorte und Zentren der japanischen Gitarrenwelt an der Reihe und es galt, diese Chance zu nutzen. Dass dies gelungen ist, scheint nach den Reaktionen von Publikum, Fachpresse und Veranstaltern außer Zweifel.

Das Tourneeprogramm hatte Viazovskiy, der als Gitarrenlehrer an der Jugendmusikschule Heinsberg und der Kreismusikschule in Erkelenz arbeitet, in der Vorbereitung auch in einem Konzert in der Kreisstadt vorgestellt. Dazu gehören mit Werken von Leo Brower und einem Roman Viazovskiy gewidmeten Zyklus von Konstantin Vassilliev auch Teile seiner ersten CD.

Die Aufführungen in Japan waren so erfolgreich, dass bereits nach etwa der Hälfte der Konzerte alle in Japan verfügbaren Exemplare der CD vergriffen waren, so dass der Künstler mit seinem privaten Vorrat aushelfen musste.

Es „menschelte” in Japan

Die außergewöhnliche künstlerische Qualität Viazovskiys und die teilweise geradezu frenetische Resonanz beim überaus fachkundigen Publikum wird besonders schön und menschlich an folgender Geschichte deutlich: Nach dem abschließenden Konzert in Tokyo wurde dem ungläubig staunenden Künstler vom Veranstalter ein junger Mann vorgestellt, der sich vor dem ausverkauften Konzert an der Kasse gemeldet hatte.

Dieser hatte zwei Tage zuvor bereits das Konzert in Sapporo gehört und war davon so beeindruckt, dass er Roman Viazovskiy unbedingt noch einmal hören wollte. Daher hatte er sich umgehend und trotz fehlender Eintrittskarte auf den über 1100 km langen Weg in die Hauptstadt gemacht - mit einem Kleinroller. Der Veranstalter hatte ein Einsehen und gewährte nicht nur Einlass, sondern stellte den jungen Mann nachher seinem Idol persönlich vor - „unglaublich”.