Hückelhoven-Baal: Pausen vom Pauken machen nun richtig Spaß

Hückelhoven-Baal : Pausen vom Pauken machen nun richtig Spaß

Dieter Frohnhofen fand als Rektor der Mühlenbachschule in Baal lobende Worte, die weit über das Gelände der Gemeinschaftsgrundschule hinausreichten.

„In Zeiten knapper öffentlicher Kassen zeigt die Stadt Hückelhoven Augenmaß für die Anliegen der Kinder.”Was den Schulleiter so freute.

Rund 160.000 Euro hat die Stadt locker gemacht und damit den Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule in einen Zustand versetzt, dass sich die Kleinen auf die Pausen beim Pauken richtig freuen können.

„Andere Städte”, so Frohnhofen weiter, „lehnen Ausgaben für die Gestaltung eines Schulhofes mit dem Argument ab, dass es wichtigere Dinge zu erledigen gibt.”

Der Schulhof wies noch vor ein paar Wochen mächtige und ausgesprochen heimtückische Stolperfallen auf: Die Wurzeln der Bäume hatten den Asphaltbelag stark angehoben; nach einem Regenguss das Wasser konnte nicht mehr richtig abfließen; es gab keine Möglichkeiten für die Kinder, sich hinzusetzen - es sei denn auf den Steinboden; da, wo das einzige Spielgerät stand, war wegen der wasserundurchlässigen Schichten im Erdreich auch nach leichtem Niederschlag regelmäßig „Land unter”, so dass der Bereich abgesperrtt werden musste - kurz: Der Schulhof war absolut unattraktiv, oder anders ausgedrückt: er war eine Zumutung.

„Schule ist mehr als die Summe der Unterrichtsstunden”, sagte Bürgermeister Bernd Jansen, der durch seine Teilnahme an der offiziellen Einweihungsfeier des Schulhofes dokumentierte, welchen Wert Politik wie Verwaltung auf die Schulen im Stadtgebiet legen.

„Jede Schule sollte auch Raum für die Begegnung von Mensch zu Mensch bieten”, betonte Jansen. Und da dies in den Unterrichtsstunden naturgemäß nur in sehr beschränktem Rahmen möglich ist, kommt dem Schulhof als Versammlungsplatz in den Pausen für diesen sozialen Aspekt eine entscheidende Bedeutung bei.

„Schule soll auch eine Gemeinschaft sein, die mit einem Wir-Gefühl ausgestattet ist, eine Gemeinschaft, auf die man stolz sein kann”, sagte Jansen.

In der Rekord verdächtigen Zeit von nur sechs Wochen wurde der Schulhof an der Lövenicher Straße in den Sommerferien aufgemöbelt.

Dafür dankte der Bürgermeister den Baufirmen und Lieferanten ganz besonders. Und die Kinder ihrerseits bedankten sich für die Neugestaltung ihres Aufenthaltsraumes in den Pausen - zu dem übrigens auch ein neu entstandenes „Atrium” zählt, das bei schönem Wetter auch als Außenklassenzimmer genutzt werden kann - in der Feierstunde (die wegen des nassgraunieseligen Novemberwetters kurzerhand in die Turnhalle verlegt werden musste) mit Gesangs- und Tanzeinlagen.