Kreis Düren: Paul Panzer begeistert beim Heimspiel in der Kreis-Arena

Kreis Düren : Paul Panzer begeistert beim Heimspiel in der Kreis-Arena

Panzer in der Arena Kreis Düren — kein kriegerischer Akt, lediglich ein Angriff auf die Lachmuskeln. Dieter Tappert alias Paul Panzer präsentierte am Wochenende sein Comedyprogramm „Glücksritter... vom Pech verfolgt“. Und die strömten in Massen an den beiden Tagen in die Arena, um den naiv-liebenswerten Blümchenhemdträger einmal live zu erleben.

Für ihn selbst ein Heimatbesuch: Tappert wurde 1972 in Düren geboren, wuchs in Nörvenich auf. Dass er aus der Region stammt, wurde im Verlaufe seiner Show auch deutlich — er erzählte vom Randaleball in Schmidt oder auch einem „Baum-Umarm-Kurs“ in Abenden.

Thema Glück

Dabei drehte sich alles um das Thema Glück. Der Comedian ging der Frage auf den Grund, was Glück überhaupt ist und wo man es findet. Was zunächst etwas ernüchternd klingt, war auf die Panzersche Art unterhaltsam und, wie den Reaktionen des Publikums zu entnehmen war, zum Schreien komisch. Das Glück in der Familie zu finden war die erste Überlegung.

Es gab jede Menge Familiengeschichten rund um Panzers „shoppsingsüchtige“ Frau Hilde, seinen „Redsbull“-trinkenden Sohn Bolle und Tochter Susaska, die mittlerweile schon ein „Teenatscher“ ist. Der Sprachfehler ist neben der Hornbrille und dem Hemd Panzers Markenzeichen und sorgte für so manchen Lacher.

Auch für ihn bedeutet das Thema Familie ab und zu Stress: Da wäre Eugenia, die fiese Freundin von Hildes Mädelsrunde, die er „Tante Vader“ nennt. Selbst der Versuch, seine Tochter aus der Disco abzuholen, endet mit Ärger, weil er einen kleinen Türsteher als „Sicherheitshalber“ bezeichnet.

Als er versuchte, das Glück im Essen zu ergründen, blieb kaum ein Auge der Zuhörer trocken. Panzer zog den typischen Männer-Frauen-Vergleich, nahm dabei Frau als auch Mann auf die Schippe. Mit möglichst viel Essen abends vor DMAX sitzen und zusehen, wie sich jemand in einer Survivalsendung nur von Flusskrebsen ernährt, das macht die Männer glücklich. Umso besser, wenn Mann dann von sich behauptet: „Dat kann ich auch!“

Paul Panzer bewies Schlagfertigkeit im Umgang auch mit seinem mit dem Publikum in der Kreisarena — da wundert es auch nicht, dass er mehrfach ausgezeichnet worden ist. Der 46-Jährige, der zunächst durch Scherzanrufe beim Radio Bekanntheit erlangte, erhielt 2006 den deutschen Comedypreis als „Bester Newcomer“ und 2015 als „Bester Liveact“.