Parsys: "Glimpflicher" Stellenabbau

Parsys: "Glimpflicher" Stellenabbau

Übach-Palenberg (an-o) - Zum Ende des Jahres gehen bei der Parsys GmbH in Palenberg, eine der Nachfolge-Gesellschaften von Schlafhorst die Lichter aus. Trotzdem ist der Stellenabbau weniger ruppig abgelaufen, als die berüchtigte Mitteilung zum "Ausatmen der Mitarbeiter" befürchten ließ.

Freitag Nachmittag, 15 Uhr, Pensionärstreffen in der Kantine des Textilmaschinen-Fabrik. Viele der Ehemaligen des Unternehmens, das in Spitzenzeiten 1800 Menschen beschäftigte, werden etwas verwundert geschaut haben, angesichts der Veränderungen der letzten Jahre.

Vor 18 Monaten war das Konzept der "atmenden Fabrik" zur Anpassung an konjunkturelle Schwankungen vorgestellt worden. Im Zentrum stand allerdings erst einmal das Bestreben, Mitarbeiter auszuatmen. Die Zahl der ursprünglich 800 Mitarbeiter der Parsys GmbH war schon auf 600 geschrumpft. Über "Management-buyout" war es gelungen, 270 unter anderen Firmendächern unterzubringen.

Derzeit 90 Beschäftigte

Auch die Kollegen der Autocoro GmbH hatten Parsys-Mitarbeiter, die hauptsächlich mit der Oberflächenbehandlung (Härten, Galvanik) beschäftigt sind, eingegliedert. Von den momentan 90 noch bei Parsys in Übach-Palenberg Beschäftigten werden 30 weitere unter das Dach der Autocoro GmbH schlüpfen können. Für die restlichen 60 wird Ende des Jahres der bittere Gang zum Arbeitsamt anstehen.

Dabei ging der Stellenabbau reibungsloser vonstatten, als die ursprünglichen Planungen befürchten ließen. Zum einen, weil durch die Übernahme in andere Firmen Entlassungen vermieden werden konnten, zum anderen, weil der Autocoro-Bereich 2002 ein wirtschaftlich gutes Jahr verzeichnen konnte.

Hier befürchten die Beschäftigten allerdings in diesem Jahr Einbrüche, auch durch die Irak-Krise. Ein Großteil der Märkte für die Spinnmaschinen liegen im Iran, in der Türkei, in Indien und Pakistan. Ende des Jahres werden noch 580 "Schlafhorster" in Palenberg beschäftigt sein. Im Moment sind es noch 680.