Hückelhoven: Parkhofstraße bleibt umstritten

Hückelhoven : Parkhofstraße bleibt umstritten

Über 2000 Unterschriften hat die Werbegemeinschaft bisher gesammelt, um auf die Unzufriedenheit der anliegenden Geschäftsleute und Bürger aufmerksam zu machen.

Am nächsten Freitag will die Einzelhändler-Vereinigung die Liste an Bürgermeister Bernd Jansen übergeben.

Der Zufall kommt Ralf Sester zu Hilfe: Just, als der Vorsitzende der Werbegemeinschaft über den Stand der Unterschriftenaktion gegen die Einbahnstraßenregelung auf der Parkhofstraße informiert, betritt eine Dame sein Ladenlokal und teilt mit, was sie von der neuen Verkehrsführung hält: nämlich nichts.

Es gehe dabei nicht darum, gegen einen möglichen Konkurrenzdruck durch das Hückelhoven Center zu protestieren, stellt der Vorsitzende klar. Einzig und allein die beeinträchtigte Erreichbarkeit von Parkhof-, Haag- und Dr.-Ruben-Straße sei Gegenstand der Aktion. „Wir können einen klaren Rückgang der Kundenfrequenz feststellen”, betont Sester.

Verantwortlich dafür macht er das in der Erprobungsphase befindliche neue und seiner Meinung nach „vollkommen überflüssige” Verkehrswegekonzept für die Innenstadt.

Keine andere Straße könne den Verkehr der Parkhofstraße vernünftig aufnehmen. Sester sieht im Entschluss der Verwaltung sogar ein „Experimentieren mit Arbeitsplätzen”.

Die Diskrepanz zwischen der Meinung der Ratsmehrheit und öffentlicher Meinung sei enorm. „Wenn die Verwaltung die Verkehrsführung als gelungen bezeichnet, sehe ich darin einen Gegensatz zu dem, was die Menschen denken.”

So gar nichts anfangen kann der Vorsitzende der Werbegemeinschaft mit der Forderung, die ganze Angelegenheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu diskutieren. „Wir wollen ja die Kümmerer sein, aber nicht hinter verschlossenen Türen.” Große Hoffnungen setzt die Werbegemeinschaft in die Sitzung des Stadtratesam 17. November. Dann sollen erste Zahlen und Fakten über das Verkehrsaufkommen vorliegen.

Nach wie vor weist Sester darauf hin, dass eine Basis für eine derartige Maßnahme nie bestanden habe. „Der Entschluss ist ohne uns gemacht worden, auch wenn die Politik Gegensätzliches behauptet.”

Auf die zusätzlich entstandenen 14 Parkplätze - jetzt sind es 94 Buchten - würden er und die meisten Mitglieder der Werbegemeinschaft bei einer Wiederherstellung der ursprünglichen, „unkomplizierten” Situation verzichten, so der Vorsitzende.