Orgelklänge im Selfkantdom

Orgelklänge im Selfkantdom

Kreis Heinsberg. In der Konzertreihe „Musik in St. Gangolf” erklingt am Sonntag, 6. Juni, um 18 Uhr im Heinsberger Selfkant-Dom Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Camille Caint-Ca’ns sowie Improvisationen im symphonischen Stil.

Ausführender Künstler ist der Aachener Domorganist Norbert Richtsteig.

Die Heinsberger Seifert-Orgel wurde in den letzen Monaten einer grundlegenden Reinigung unterzogen. So mussten über 2500 Pfeifen ausgebaut, gesäubert, wieder eingebaut und neu gestimmt werden. Einige Register wurden neu intoniert, das heißt, ihre Klangfarbe wurde verbessert.

Als großartige Erweiterung der Orgel kann wohl der Einbau einer elektronischen Setzeranlage gelten. Die 41 Klangfarben (Register) und deren vielfältige Kombinationen untereinander konnten bisher nur durch das Betätigen der Registerzüge per Hand bewerkstelligt werden.

Dies übernimmt nun die Setzeranlage in kürzester Zeit, indem sie mit Hilfe von Magneten, die mit den Registerzügen verbunden sind, die Klangkombinationen bereitstellt. Diese können zusätzlich abgespeichert und dann während des Spielens lediglich mit einem Knopfdruck abgerufen werden. Die neue Technik ermöglicht das Abspeichern von über 5000 Kombinationen.

Beim Konzert am Sonntag wird Domorganist Norbert Richtsteig die Anlage erstmalig benutzen. Norbert Richtsteig, geboren 1948, studierte an der Kirchenmusikschule St. Gregorius-Haus in Aachen unter anderem bei Herbert Voß, ehemals Domorganist in Aachen.

Er schloss seine Ausbildung mit dem A-Examen und einer besonderen Anerkennung im Fach Improvisation ab. Weitere Studien erfolgten bei Professor Michael Schneider in Köln. Er besuchte Interpretationskurse bei André Isoire, Peter Planyavsky und Ludger Lohmann.

Richtsteig ist Dozent für Orgelimprovisation und Orgelliteraturspiel an der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St.-Gregorius in Aachen. Zahlreiche Orgelkonzerte im In- und Ausland begleiten seine Tätigkeit als Domorganist am Dom zu Aachen.

Dieses Amt übernahm er im Jahre 1987 von seinem ehemaligen Lehrer Herbert Voß. Rundfunkaufnahmen sowie CD-Produktionen (Orgelliteratur und Improvisation) zeugen von seinem vielfältigen künstlerischen Leben.

Der Eintritt für das Orgelkonzert ist frei, eine freiwillige Spende für Orgel und Konzertreihe aber gerne gesehen.