Venrath: Orgel und Gesang faszinieren Zuhörer

Venrath : Orgel und Gesang faszinieren Zuhörer

Gebannt lauschten die vielen Zuhörer den Klängen der herrlichen Mönch-Orgel, die in der tiefen Halle der Pfarrkirche St. Valentin wieder einmal eine besonders imposante Akustik entwickelte.

Entlockt wurden die Töne der 1990 erbauten Orgel erneut vom ehemaligen Domorganisten, Professor Clemens Ganz.

Der gebürtige Saarländer bestritt das Orgelkonzert gemeinsam mit der Mezzosopranistin, Josephine Mattelé, die Gesang an der Kölner Musikhochschule studierte und ihre Ausbildung durch zahlreiche Meisterkurse ergänzt hatte.

Die Zuhörerschar, die sich sichtlich beeindruckt von der Klangvielfalt der Orgel und dem meisterhaften Spiel Ganz zeigte, war bei dem Konzert allerdingsnicht minder gefangen von der wundervollen Stimme Josephine Mattelé, die ein kraftvolles und leidenschaftliches „ave verum corpus” von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) im Gotteshaus sang.

Dabei schien sie sich einen Satz von Mozart zu Herzen genommen zu haben: „Das Notwendigste und Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo.”

Das Konzert eröffneten die beiden Musiker mit einem Werk von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750), der „Fantasie in G-Dur BWV 572”. Es war ein wahrer Hörgenuss, den der Organist zuwege brachte. Orgel und Organist schienen zu einer Einheit zu verschmelzen,das Publikum spendete begeisterten Applaus.

Ebenso herrlich anzuhören war die „Sonate in g-Moll” von Carl Philipp Emanuel Bach (1714 bis 1788), dem zweiten Sohn von Johann Sebastian Bach.

Seine Ausbildung erhielt er, wie alle seine Geschwister, natürlich von seinem Vater. Ganz verstand es, das Stück aus der Seele zu spielen, eben genau so, wie Bach selbst es getan hätte.

in harmonischesn Zusammenspiel boten die beiden Musiker mit dem Werk Precious Lord, take my hand”. Tosenden Beifall gab es schließlich auch für die Improvisationen Ganz.