Organspenden wichtiger denn je

Organspenden wichtiger denn je

Kreis Heinsberg (an-o) - Informationen über die "Gemeinschaftsinitiative Organspende" standen unter anderem auf der Tagesordnung der Gesundheitskonferenz des Kreises. Die Konferenz hat die Aufgabe, die gesundheitliche Versorgung zu beraten und Empfehlungen zu erarbeiten.

Als Gast informierte Dr. Martin Blümke von der Deutschen Stiftung Organtransplantation über aktuelle Entwicklungen zur Situation der Organspende in Nordrhein-Westfalen. Er wies auf die hohe Anzahl weiterhin erforderlicher Organspenden hin.
Seit 1963 konnten über 43.000 Nieren-, über 7000 Herz- sowie über 8000 Lebertransplantationen durchgeführt werden. Die Zahl der Lungentransplantationen steige ebenfalls an und erreichte bis Ende 2001 über 1200.

Nach wie vor gebe es ein erhebliches Problem mit der Warteliste zur Nierentransplantation. Die chronisch Leberkranken als Folge von Infektionen oder ausgeprägter Stoffwechselstörungen erfordern immer häufiger auch Leberverpflanzungen, so dass auch hier weiterhin hoher Bedarf besteht. Die Herztransplantationen, die vielfach wegen anhaltender Herzleistungsschwäche nach Infektionen oder auch schwerwiegenden Durchblutungsstörungen erforderlich werden, sind rechtlich anerkannt.

Im Bundestransplantationsgesetz wurde 1997 die Rechtsgrundlage für das Vorgehen in der Hirntoddiagnostik sowie den organisatorischen Ablauf der Organspende festgelegt. Bürger können sicher sein, dass Organentnahmen nur dann stattfinden, wenn eine irreversible erloschene Gesamtfunktion des Gehirns vorliegt und durch zwei unabhängige Ärzte festgestellt worden ist.

Durch einen Bericht eines Pflegedienstleiters eines Krankenhauses im Kreis Heinsberg konnten die Teilnehmer der Gesundheitskonferenz erfahren, wie sich Organisation und Ablauf einer Organentnahme auch in einem kleineren Krankenhaus verwirklichen lässt.

Dabei ist es unabdingbar, die vorhandenen Strukturen von Eurotransplant als Leitstelle für die Organtransplantation in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die deutsche Stiftung Organtransplantation in das Verfahren einzubinden. Für Angehörige und Ärzte sowie Pflegepersonal bedarf es des sicheren Wissens, dass nur bei den Patienten Organe entnommen werden, bei denen die Kriterien des Hirntodes erfüllt sind. Es wurde bei der Konferenz darauf hingewiesen, dass Organspendeausweise bei der Kreisverwaltung, bei den Meldeämtern, den Krankenhäusern, Apotheken und Krankenkassen erhältlich sind.

Hygiene-Rahmenplan

Die Weiterentwicklung der Pflegeüberleitung als weiteres Thema der Gesundheitskonferenz wurde verabredet: Detaillierte Informationen über möglicherweise entstandene Druckgeschwüre sollen den weiterbehandelnden Einrichtungen in der Pflegeüberleitung mitgeteilt werden. Des Weiteren wurde für die Altenheime und Krankenhäuser ein Hygienerahmenplan einvernehmlich verabschiedet. Damit ist ein einheitliches Vorgehen bei hygienischen Fragen und Auftreten von besonderen Infektionen gewährleistet.

"Brustbilder" heißt eine Ausstellung, die am 25. Januar 2003 in der Leonhardskapelle in Erkelenz zum Thema "Weibliche Brust" zu sehen ist.