"Ontrada" sammelte für Tschernobyl

"Ontrada" sammelte für Tschernobyl

Erkelenz (rk). Eine "Augenweide" machte für Tschernobyl-Opfer Musik: "Ontrada" - das heißt übersetzt "Augenweide" - ist der Name der Musikgruppe aus Brest, die am Sonntag ein Konzert im Johanniter-Stift an der Südpromenade gab.

Eine Fidel, zwei bis drei Gitarren, eine Quetschkommode und ein Tamburin. Mehr braucht es eigentlich nicht, um russische Zigeunermusik zu machen und einen ganzen Saal zu unterhalten. Aufgezogen wurde das Konzert vom der Erkelenzer Ortsgruppe des Vereins "Lichtblick".

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern in Weißrussland zu helfen, die immer noch unter den Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl zu leiden haben. Aber auch in anderen Kriegs- und Krisengebieten ist der Verein aktiv um betroffenen Kindern zu Helfen.

"Das ist das zweite Konzert, das wir hier im Johanniter-Stift veranstalten", sagt Volker Buchowski, der Vorsitzende von "Lichtblick". "Vor rund eineinhalb Jahren hatten wir einen Knabenchor aus Weißrussland zu Gast, der ebenfalls hier auftrat."

Lagerfeuer-Romanzen und heitere Stimmungslieder

Als feststand, dass "Ontrada" in die Region kommen soll, wendete man sich nochmals an die Heimleitung. Diese stimmte dem Konzert zu. Die fünf Musiker im Alter von 18 bis 38 haben ein großes Repertoire und sorgten bei den Senioren im Restaurant des Altenheims für Stimmung. Von der Romanze am Lagerfeuer über die russische Volksweise bis zum fröhlichen Stimmungslied spielten sie sich in die Herzen der Heimbewohner.

Insgesamt vierzehn Tage werden Andrej, Sergej, Sascha, Dimitri und Andrej in Deutschland verbringen. Untergebracht sind sie in Gastfamilien, bei Mitgliedern von "Lichtblick".

Als Straßenmusiker in Köln

In dieser Zeit wir das Johanniter-Stift natürlich nicht der einzige Anlaufplatz der Musiker sein: Am Sonntag zum Beispiel zogen sie als Straßenmusiker durch die Innenstadt Kölns. In der Domstadt konzertieren sie auch am Mittwoch.

Das nächste Konzert in unserer unmittelbarer Nähe wird am Freitag, 23. August, im AWO-Altenheim in Meerbusch-Büderich statt. Der Eintritt ist frei, Ehrensache. Aber natürlich wird gesammelt. Die Spenden kommen, wie immer, den Tschernobyl-Opfern zu Gute.